Afrikanische Siege in Hamburg und London - Kein Weltrekord
Friedliche Marathon-Läufe

Sechs Tage nach dem Bombenattentat von Boston sind die internationalen Marathon-Läufe in London und Hamburg friedlich verlaufen. In der Hansestadt sorgte am Sonntag lediglich ein banaler Pappkarton kurzzeitig für Aufregung. Der Kenianer Eliud Kipchoge gewann das Rennen mit dem Streckenrekord von 2:05:30 Stunden und besiegte damit im Fernduell den Äthiopier Tsegaye Kebede, der sich in der britischen Olympia-Metropole in 2:06:04 durchsetzte. 18 000 Teilnehmer in Hamburg und 35 000 in London gedachten vor dem Start mit einer Schweigeminute der Opfer und trugen gelb-grüne Armbänder mit der Aufschrift "Run for Boston" beziehungsweise schwarze Armbinden.

Vor etwa 750 000 Zuschauern gelang Kipchoge ein tolles Marathon-Debüt. Für seinen Sieg mit Streckenrekord kassierte Kipchoge 37 000 Euro. Zweiter wurde der Äthiopier Limenih Getachew (2:07:35) vor Lawrence Kimaiyo aus Kenia (2:10:27). Bei den Frauen gewann die Litauerin Diana Lobacevske in 2:29:17.

In London gab es das beste Starterfeld der Marathon-Geschichte - und doch keinen Weltrekord. Umsonst hatten die Veranstalter beim Laufspektakel in der Olympia-Metropole von 2012 eine Sonderprämie in Höhe von 125 000 Dollar ausgesetzt: Kebede blieb ebenso wie die übrige Weltklasse-Konkurrenz deutlich hinter der Bestmarke des Kenianers Patrick Makau (2:03:38 Stunden) von Berlin 2011 zurück. Bei den Frauen sorgte die Kenianerin Priscah Jeptoo in 2:20:15 Stunden für eine Weltjahresbestzeit.
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