Angemerkt zu Borussia Dortmund
Zu rasant rauf und runter

Ganz Europa schwärmt, die Schlagzeilen knallen richtig: Borussia Dortmund steht nach der Partie in Madrid ganz oben auf dem Sockel. Dabei ist es gerade mal zehn Tage her, da sprach Trainer Thomas Tuchel seinen Jungs nach dem Frankfurt-Spiel den Charakter ab: "Technisch, taktisch, mental, Bereitschaft - komplett. Unsere Leistung war ein einziges Defizit."

Rauf, runter. Runter, rauf. Wieder runter. Wieder rauf. Nur Extreme. Nicht nur bei den Ergebnissen, auch bei der Betrachtung von außen. Dabei sind die Borussen noch lange nicht so gut, wie sie nach ihrem Auftritt in Madrid gemacht wurden. Torwart Roman Weidenfeller hielt das Team im Spiel, Real hätte schon früher alles klarmachen müssen. Aber der BVB ist auch nie und nimmer so schlecht, wie es manche nach dem Frankfurt-Spiel darstellten. Ein Sieg bei der Eintracht wäre nicht unverdient gewesen.

Dasselbe Szenario gab es schon im Herbst: Nach der 6:0-Demonstration in Warschau war der BVB für viele nicht aufzuhalten. Danach blieb die Truppe im Oktober in der Bundesliga sieglos. Sie war aber in allen Partien spielerisch dominant.

Natürlich sorgen Spektakel-Fußballer wie die Schwarz-Gelben aus dem Pott für mehr Emotionen. Alles wird schneller aufgebauscht, alles wird schneller verteufelt. Mit diesen extremen Bewertungen umzugehen, sie richtig einzuschätzen, ist aber für eine junge Mannschaft verdammt schwer. Am Samstag geht's für die Dortmunder nach Köln. Ein Remis beim starken "Effze" und die halbe Welt fällt wieder über den BVB her.
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