15.02.2018 - 20:10 Uhr
Deutschland & Welt

Auf die deutschen Rodler ist bei Olympia wieder Verlass Goldenes Finale

Auf die deutschen Rodler ist bei Olympia wieder Verlass. Auch im Teamwettbewerb sind sie nicht zu schlagen. Die Bilanz ist trotz des Patzers von Felix Loch im Männer-Einsitzer herausragend.

Kein Halten mehr gab es für die deutschen Rodler, Trainer und Betreuer, nachdem zum Abschluss der Rodelwettbewerbe im Team noch eine Goldene dazukam. Bild: Andy Wong/dpa
von Agentur DPAProfil

Pyeongchang. Nach dem goldenen Abschluss einer herausragenden Olympia-Rodelwoche gab Norbert Loch den letzten Widerstand gegen seine Feierbiester auf. Wie ein Maikäfer lag der Bundestrainer bei der Party im Deutschen Haus auf dem Rücken, streckte alle Viere von sich und ließ sich nach dem TeamTriumph von Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig, Tobias Wendl und Tobias Arlt mit Schampus duschen. "Einmal im Leben mache ich das", sagte Loch.

Kein Halten mehr

Schon auf der Bahn gab es für den Erfolgscoach der Kufen-Asse kein Halten mehr, mit zwei Urschreien brüllte er seine Freude heraus. Als die Rodel-Doppelsitzer Wendl/Arlt am Donnerstag ins Ziel gerauscht waren und das deutsche Quartett zu Gold geführt hatten, entlud sich beim 55-Jährigen die ganze Anspannung der vergangenen Wochen und Monate. "Der Schrei kam aus Freude. Mit so einer starken Mannschaft heute aufzutreten und das so runterzufahren, das war sensationell", sagte Loch. Geisenberger, Ludwig und Wendl/Arlt wiederholten den Olympiasieg von der Premiere in Sotschi 2014 und sorgten auch in Südkorea für einen Happy End. "Wir genießen den Moment, wir haben etwas geschafft, was uns sehr wichtig war und wofür wir vier Jahre sehr hart gearbeitet haben", meinte Geisenberger.

Sechste Medaille

Der Cheftrainer lief indes herum und zeigte mit seinen Fingern die Sechs an. Schließlich war für die deutschen Rodler der Teamerfolg die sechste Medaille in Pyeongchang. "Sechs ist schon sensationell", meinte Norbert Loch. Vor dem Staffel-Olympiasieg hatte Ludwig Bronze im Männer-Einzel geholt, bei den Frauen hatte es Gold für Geisenberger und Silber für Dajana Eitberger gegeben. Im Doppelsitzer hatten Wendl/Arlt gesiegt, Dritte wurden Toni Eggert/Sascha Benecken. Deutschland ist damit wie in Sotschi die erfolgreichste Rodel-Nation. Damals hatten die deutschen Kufen-Asse sogar alle vier Goldmedaillen gewonnen. Nur der folgenschwere Patzer von Felix Loch verhinderte diesmal den Vierer-Pack an Olympiasiegen.

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