21.01.2018 - 22:32 Uhr
Sport

Australian Open: Sieg gegen Scharapowa Kerber hält deutsche Fahne hoch

Melbourne. Ihre Gegnerin trat am Sonntag noch im Doppel an, Angelique Kerber verlegte ihr Training in die Halle. Konzentriert und ein wenig abgeschottet vom Rummel auf der Anlage im Melbourne Park bereitete sich die letzte im Turnier verbliebene Deutsche auf ihr Achtelfinale bei den Australian Open vor. Am Montag (gegen 2.30 Uhr) traf die 30 Jahre alte Kielerin auf Su-Wei Hsieh aus Taiwan - und wollte gegen die zwei Jahre ältere Außenseiterin beim ersten Grand Slam der neuen Tennis-Saison in das Viertelfinale.

Es läuft: Angelique Kerber verwies die ehemalige Nummer eins Maria Scharapowa in die Schranken. Bild: Sydney Low/dpa
von Agentur DPAProfil

"Für mich geht es jetzt weiter, ich schaue nicht zu weit nach vorne, jetzt ist die nächste Runde dran", sagte Kerber gewohnt zurückhaltend nach ihrem überraschend schnellen Drittrunden-Sieg gegen Maria Scharapowa. Su-Wei Hsieh hatte in der zweiten Runde Wimbledonsiegerin Garbiñe Muguruza aus Spanien bezwungen und anschließend die an Nummer 26 gesetzte Polin Agnieszka Radwanska aus dem Turnier geworfen.

Doch gegen die Weltranglisten-88. mit der beidhändigen Vorhand galt Kerber als klare Favoritin. Den bislang einzigen Vergleich gewann die Norddeutsche 2013 beim Sandplatz-Turnier in Madrid in drei Sätzen. Zwölf Siege in zwölf Matches stehen mittlerweile in Kerbers Arbeitszeugnis für diese Saison. Beim Hopman Cup in Perth hatte Kerber alle ihre Einzel gewonnen, beim WTA-Turnier in Sydney ihren ersten Titel seit den US Open 2016 gefeiert. Anders die Stimmungslage dagegen bei Alexander Zverev: In der Umkleidekabine klopfte ihm Roger Federer auf die Schulter und sprach ein paar aufbauende Worte, doch das unerwartet frühe Australian-Open-Scheitern wird Alexander Zverev noch eine Weile beschäftigen. "Ich muss herausfinden, was mit mir in den entscheidenden Momenten bei den Grand Slams passiert. Es ist in Wimbledon passiert, es ist in New York passiert, es ist hier passiert", sagte Zverev nach dem 7:5, 6:7 (3:7), 6:2, 3:6, 0:6 gegen den Südkoreaner Chung Hyeon - und lieferte einen Teil der Antwort gleich mit: "Grand Slams bedeuten mir noch zu viel. Einige erwarten, dass ich ins Halbfinale oder Finale komme. Das merkt man schon."

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