08.02.2017 - 20:00 Uhr
Sport

Barça zieht nach 1:1 gegen Atlético Madrid ins Pokalfinale ein: Hitzige Pokalschlacht

Barcelona. Der nur im Pokal eingesetzte Jasper Cillessen wird für Torwartkollege Marc-André ter Stegen immer mehr zum bedrohlichen Konkurrenten. Der Vertreter des deutschen Fußball-Nationaltorwarts beim FC Barcelona rettete den Titelverteidiger beim glücklichen 1:1 gegen Atlético Madrid mit vielen tollen Paraden ins spanische Pokal-Finale. Bereits beim 2:1-Sieg im Hinspiel in Madrid war der 27-Jährige einer der Besten gewesen.

Rudelbildungen gehörten zum hitzigen Pokal-Halbfinale zwischen dem FC Barcelona und Atlético Madrid dazu. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Die Medien überschlugen sich mit Lob, feierten Cillessen als "Retter" und als "Helden". Auch Trainer Luis Enrique war begeistert: "Jasper war heute großartig. Wir haben ihn nicht nur verpflichtet, weil er groß, blond und gut aussehend ist", scherzte der Coach nach dem Abpfiff. Mit seiner guten Fußtechnik und seinen weiten und präzisen Abstößen sei Cillessen auch beim Spielaufbau sehr wichtig.

Der im Sommer 2016 von Ajax nach Barcelona gewechselte Tormann, der von Luis Enrique im Prinzip nur in der "Copa del Rey" eingesetzt wird, machte am Dienstagabend im Camp Nou schon in der ersten halben Stunde mehrere sehr gute Chancen der Gäste zunichte. Nach dem überraschenden Führungstreffer der Hausherren durch Luis Suárez (43.) konnte Atlético trotz zahlenmäßiger und spielerischer Überlegenheit nur noch durch Kevin Gameiro ausgleichen (83.). In der 80. hatte der Franzose zuvor einen Foulelfmeter vergeben.

Die Barça-Profis hatten Grund zum Feiern: Mit dem Einzug ins 39. Pokal-Finale wurde auch der Rekord von Erzrivale Real Madrid eingestellt. Der Unterschied: Rekordsieger Barcelona holte bereits 28 Titel, die Königlichen "nur" 19. Superstar Lionel Messi & Co. können den Pokal am 27. Mai gegen einen Außenseiter (CD Alavés oder Celta Vigo) zum dritten Mal in Serie gewinnen.

Sergi Roberto und Torjäger Suárez werden im Finale zuschauen müssen. Die beiden Leistungsträger sahen gegen Atlético - ebenso wie Gästemann Carrasco (69.) - die Gelb-Rote Karte (57. und 90.). Barça teilte derweil mit, man werde Einspruch gegen die zweite Gelbe Karte einlegen, die zu Suárez' Ausschluss geführt hat. Der Uruguayer habe innerhalb von nur drei Minuten zwei Mal Gelb wegen Foulspiels bekommen.

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