19.01.2016 - 02:10 Uhr
Sport

Basketbal Nur noch kleine Chance

Mies. Das endgültige Ende von Dirk Nowitzkis Mini-Hoffnung auf seinen zweiten Olympia-Auftritt droht abseits des Parketts. Wenn am Dienstag beim Exekutiv-Treffen des Basketball-Weltverbands FIBA die drei Qualifikationsturniere für Rio vergeben werden, sind die deutschen Basketballer lediglich Außenseiter.

Dirk Nowitzki wäre gerne in Rio dabei. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Aufgrund der missratenen EM mit dem Vorrunden-Aus in Berlin darf das Team von Bundestrainer Chris Fleming nur noch als Turnier-Gastgeber auf eine Wild-Card hoffen. "Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn Deutschland das Turnier ausrichten kann", sagte Nowitzki mit Blick auf die Entscheidung im schweizerischen Mies. Fünf Mitbewerber gehen ins Rennen: Serbien, Italien, die Türkei, Tschechien und die Philippinen. Die Vergabe eines Turniers an den Vize-Asienmeister gilt als sicher, zuletzt meldeten italienische Zeitungen, dass zudem Italien und Serbien als Gastgeber bereits feststehen sollen.

"Entschieden ist noch gar nichts", betont Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bunds, jedoch vor der Abstimmung. "Es ist eine 50:50-Chance. Wir erfüllen alle Rahmenbedingungen, das sind die 50 Prozent, die wir haben. Wir erfüllen nicht alle sportlichen Bedingungen, das muss man einfach so sehen. Es gibt Nationen, die bei der EM besser abgeschnitten haben." Bei den organisatorischen Kriterien kann der DBB angesichts der erfolgreich veranstalteten EM-Vorrunde in Berlin glänzen, sportlich sind die härtesten Mitkonkurrenten Serbien (EM-Vierter) und Italien (EM-Achter) aber deutlich im Vorteil.

Für den Fall, dass Deutschland ein Quali-Turnier veranstaltet, hat sich Nowitzki eine Rückkehr ins Nationalteam zumindest offengehalten. Sollte es keinen Zuschlag geben, wäre seine Karriere im deutschen Trikot hingegen so gut wie sicher beendet. Unvorstellbar, dass sich der 37-Jährige noch einmal eine EM-Qualifikation oder die Euro-Endrunde 2017 antut.

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