04.09.2017 - 22:16 Uhr
Sport

Basketball-EM Pleite abhaken

Das bittere Ende des Krimis im Hexenkessel von Tel Aviv wollen die deutschen Basketballer schnell aus ihren Köpfen bekommen. "Mit Selbstbewusstsein" soll für Dennis Schröder & Co. der Sprung ins Achtelfinale gelingen. Doch die nächsten Aufgaben sind schwer.

Trotz der bitteren 80:82-Niederlage gegen Israel blickt der deutsche NBA-Star Dennis Schröder zuversichtlich nach vorne. In den beiden letzten EM-Gruppenspielen treffen die deutschen Basketballer auf Italien und Litauen. Bild: Berney Ardov/dpa
von Agentur DPAProfil

Tel Aviv. Die bittere erste EM-Niederlage raubte Dennis Schröder den Schlaf. Nach Mitternacht schaute sich der NBA-Jungstar noch einmal das 80:82 im Hexenkessel von Tel Aviv gegen Israel an - und blickte danach zuversichtlich auf das große erste Ziel Achtelfinale. "Das tat natürlich weh. Jeder hat die ganze Nacht daran gedacht, jetzt müssen wir nach vorne gucken und bereit sein für Italien", sagte Schröder am Montagnachmittag. Noch in der Nacht habe er seine Teamkollegen vor dem wichtigen Duell am Dienstag (17.30 Uhr/Telekom Sport) wieder aufgebaut. "Ich habe jedem noch einmal persönlich geschrieben."

Nach dem Rückschlag gegen den Vorrunden-Gastgeber trotz 16 Punkten Vorsprung im letzten Viertel kam dem jungen Team der Ruhetag gerade recht. "Wir werden auch weiter mit Selbstbewusstsein spielen - so haben wir die besten Chancen, als Team weiterzukommen und nach Istanbul zu fliegen", sagte Schröder. Mit einem Sieg gegen Italien wäre der Achtelfinaleinzug perfekt.

Nach einem morgendlichen Videostudium schaltete auch Coach Chris Fleming schnell in den Zukunftsmodus. "Wenn dir dieses Spiel im Kopf hängt, dann gewinnst du das nächste ganz sicher nicht", betonte der Bundestrainer und setzt auf einen Lerneffekt. "Das ist eine Erfahrung, die wir machen müssen - leider. Ich hoffe, dass es sich auszahlt für die nächsten paar Spiele." Mit zwei Siegen und einer Niederlage liegt das deutsche Team gleichauf mit den kommenden Gegnern Italien und Litauen (Mittwoch/13.45 Uhr). Der bislang letzte Sieg über die Italiener liegt sechs Jahre zurück, gegen die basketballverrückten Balten gab es in sechs Duellen bei großen Turnieren noch nie einen Erfolg.

Doch selbst mit zwei weiteren Niederlagen bestünde noch eine realistische Möglichkeit auf den ersten Sprung in eine K.-o.-Runde bei der EM seit zehn Jahren. Dann wären Schröder & Co. jedoch von Ergebnissen anderer Partien abhängig.

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