10.09.2017 - 22:18 Uhr
Sport

Basketball-EM Schröder und Co. im Viertelfinale gegen Spanien

Nach dem größten Erfolg seit der Nowitzki-Ära wollen die deutschen Basketballer mehr. Auch die schwierige Viertelfinal-Aufgabe gegen Spanien kann Dennis Schröder & Co. überhaupt nicht schrecken.

Dennis Schröder mit Zug zum Korb: Der deutsche Jungstar überzeugte auch gegen die Franzosen und führte das deutsche Team ins Viertelfinale der Europameisterschaft. Bild: Lefteris Pitarakis/dpa
von Agentur DPAProfil

Istanbul. Entspannt genossen Dennis Schröder & Co. ihren Achtelfinal-Coup auf der Tribüne. Selbstbewusst verfolgten die deutschen Basketballer den Auftritt der Konkurrenz - auch nach dem größten Erfolg seit der Glanzzeit von Dirk Nowitzki soll bei der EM in Istanbul noch lange nicht Schluss sein. "Wir können hier jeden schlagen, wenn wir alles richtig machen", betonte der 23 Jahre alte Anführer nach dem überraschenden 84:81 über Mitfavorit Frankreich. "Wir können Respekt haben vor Spanien, weil sie schon so viele Titel geholt haben. Aber wir dürfen keine Angst haben."

Spanien der Gegner

Am Sonntagmorgen startete das Team von Bundestrainer Chris Fleming im Fitnessraum seines Fünf-Sterne-Hotels die Vorbereitung auf das Viertelfinale. Einige Spieler schauten abends im Sinan-Erdem-Dome zu, wie sich Titelverteidiger Spanien gegen Gastgeber Türkei für das Viertelfinal-Duell gegen die Deutschen qualifizierte.. Ungeachtet des Gegners fieberten die deutschen Korbjäger dem ersten Auftritt seit zehn Jahren in der Runde der besten Acht entgegen. "Keiner hätte erwartet, dass wir Frankreich schlagen", sagte Daniel Theis. "Wir können nun einfach nur Spaß haben und das Spiel genießen."

Krachende Dunks

Mit 22 Punkten, wichtigen Distanztreffern und krachenden Dunks führte der NBA-Neuling das deutsche Team an und bewies, dass nicht immer nur Schröder als bester Werfer glänzen muss. Nach einer holprigen ersten Halbzeit drehte der 23 Jahre alte Aufbauspieler Schröder aber noch auf und entnervte die Franzosen mit 21 Zählern und acht Assists.

Zudem leistete erneut auch die zweite Garde um Distanzschütze Lucca Staiger oder Energiebringer Johannes Thiemann entscheidende Impulse. "Wir sind tief besetzt, wir spielen mit Herz und Kampf und jeder gibt seinen Teil - und deshalb sind wir so stark", erklärte Kapitän Robin Benzing das Teamkonzept. Gerade mit den defensiven Qualitäten will das deutsche Team auch im Viertelfinale bestehen, der zusätzliche Ruhetag soll dabei zum entscheidenden Vorteil werden. "Das ist für unseren Spielstil sehr wichtig, weil wir dann frischer sind", sagte Fleming.

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