16.02.2018 - 20:28 Uhr
Deutschland & Welt

Basketball: Top- Four-Turnier FC Bayern will den Pokalsieg

Neu-Ulm. Die Zeit ist reif: Beim Top-Four-Turnier um den deutschen Basketball-Pokal wollen die Korbjäger des FC Bayern München ihren seit 50 Jahren anhaltenden Pokal-Fluch beenden und zum zweiten Mal nach 1968 die Trophäe mit nach Hause nehmen. "Wir müssen mental bereit sein für das Wochenende und uns auf uns selbst konzentrieren", sagte Bayern-Coach Sasa Djordjevic vor dem Halbfinale gegen Gastgeber ratiopharm Ulm an diesem Samstag (16.00 Uhr).

Die Bayern-Spieler (von links Reggie Redding, Maik Zirbes und Alex King) sind heiß auf das Top-Four-Turnier. Ein deutscher Pokalsieg blieb den Basketballern aus München bisher versagt. Bild: Nicolas Armer/dpa
von Agentur DPAProfil

Seit 1993 ermitteln die Basketballer den Pokalsieger in einem Vierer-Turnier, bei dem diesmal in Neu-Ulm auch ALBA Berlin und medi Bayreuth Sieghoffnungen hegen. "Einen Pokal nach Hause zu bringen, ist immer toll", sagte ALBA-Profi Luke Sikma, der im zweiten Halbfinalduell am Samstag (19.00 Uhr) gefordert ist. Bayreuth gilt als klarer Außenseiter, dennoch träumt das Überraschungsteam 29 Jahre nach dem Double aus Meisterschaft und Pokalsieg von einem Titel auf höchster nationaler Ebene.

Auf deutschem Parkett mussten die Münchner in dieser Saison erst eine Niederlage einstecken - und die liegt schon vier Monate zurück. Allerdings gingen die Bayern bei bisher vier Teilnahmen am Endrundenturnier leer aus. "Wir dürfen nicht daran denken, was war oder was noch folgen könnte", forderte Djordjevic.

2014 zog der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter gegen Ulm im Halbfinale den Kürzeren - doch diese Geschichte soll sich nicht wiederholen. "Natürlich wollen wir im Endspiel um den Pokal fighten und ihn endlich holen", sagte Bayern-Kapitän Anton Gavel. Die Bayern können bis auf den langzeitverletzten Milan Macvan (Kreuzbandriss) ihre beste Formation aufbieten: Spielmacher Stefan Jovic wurde gegen Göttingen (91:77) wegen Rückenbeschwerden geschont, ist aber zurück im Teamtraining. Vladimir Lucic gab am Mittwoch nach gut drei Monaten Pause ein 14-minütiges Comeback und ist zumindest wieder eine Alternative. "Er ist noch weit von seiner Topform entfernt, aber mit seinem Charakter hat er großen Einfluss bei uns", sagte Djordjevic.

Die Ulmer haben das Duell vor vier Jahren dagegen in guter Erinnerung, welche die Gastgeber beflügeln soll. "Wenn wir an das Limit unserer Möglichkeiten kommen, dann können wir die Bayern schlagen", sagte Nationalspieler Per Günther. So wie damals beim 90:72.

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