18.02.2018 - 22:14 Uhr
Deutschland & Welt

Bayern gewinnt 2:1 in Wolfsburg Später Strafstoß

Eine gute Halbzeit reicht. Trotz Massen-Rotation gewinnt der Tabellenführer in Wolfsburg und wirkt für das Duell mit Besiktas Istanbul gerüstet.

Verhängnisvoller Zweikampf in der Nachspielzeit: Gian-Luca Itter (links) langte bei Bayerns Arjen Robben etwas zu stark hin und verursachte den entscheidenden Strafstoß für die Bayern. Bild: Swen Pförtner/dpa
von Agentur DPAProfil

Wolfsburg. Über die Champions-League wollte Jupp Heynckes noch nicht reden. Der Trainer der Münchener wirkte trotz des späten Bayern-Glücks nicht wirklich glücklich, sondern eher angespannt. Nach der beinahe misslungenen Massen-Rotation beim 2:1-Sieg in Wolfsburg wollte der Fußball-Lehrer die Partie erst einmal "sacken lassen".

Acht neue Spieler, eine vermurkste erste Halbzeit als Folge daraus und eine bessere zweite nach Wechseln - damit war Heynckes beschäftigt. "Was soll ich jetzt schon über Besiktas mitteilen? Ich bin in meinen Gedanken noch bei der Analyse." Die Bundesliga ist für den Coach keine Randerscheinung, auch wenn der Vorsprung in der Tabelle riesig ist. "Ab Montag werden wir uns intensiv auf Besiktas vorbereiten", sagte er zum Heimspiel gegen Istanbul am Dienstag (20.45 Uhr).

Gleichwohl hatte Heynckes mit seinen vielen Wechseln und Experimenten in der Startelf in Kauf genommen, dass es "ein bisschen holprig werden würde", wie er die massiven Startschwierigkeiten bezeichnete. "Das ist zum jetzigen Zeitpunkt immer ein gewisses Risiko, auf so vielen Positionen zu wechseln", analysierte der Coach seine eigene Entscheidung, Stars auf der Bank oder gleich ganz zu Hause zu lassen.

Und erklärte seine Rotation so: "Es ist wichtig, alle Spieler mitzunehmen, dass sie Einsatzzeiten bekommen und das Gefühl haben: Ich gehöre dazu und ich werde auch deutscher Meister." Trotz der frühen Führung durch Daniel Didavi (8.) lieferte die immer noch teure Wolfsburger Mannschaft nur eine Abwehrschlacht.

Sie musste sich - nach ein paar Korrekturen von Heynckes - der spielerischen Überlegenheit der Bayern beugen. Dass es nach dem Ausgleich von Sandro Wagner (64.) bis zur Nachspielzeit dauerte, ehe Robert Lewandowski per Foulelfmeter für die Entscheidung sorgte, wirkte nur bei flüchtiger Betrachtung wie der berühmte Bayern-Dusel.

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