Berlin bleibt die Eishockey-Hauptstadt - Kölner Haie gratulieren artig
Siebter Titel für Eisbären

Die Eisbären Berlin sind wieder einmal deutscher Eishockey-Meister: Die Spieler André Rankel (links) und Rob Zepp jubeln mit dem Pokal. Bild: dpa

Die Berliner Eisbären haben ihre siebte deutsche Eishockey-Meisterschaft perfekt gemacht und eindrucksvoll ihre nationale Vormachtstellung untermauert.

Der Titelverteidiger gewann am Sonntag in Berlin 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen die Kölner Haie, sicherte sich im vierten Spiel des Playoff-Finales den nötigen dritten Sieg und machte den Titel-Hattrick perfekt. Für Cheftrainer Don Jackson war es bereits der fünfte Titel in sechs Jahren mit den Berlinern.

Corey Locke brachte die Hauptstädter vor 14 200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof per Penalty (9.) in Führung. Rok Ticar glich zum 1:1 aus (26.), doch die Eisbären Top-Angreifer Jullian Talbot und T.J. Mulock sorgten im Mitteldrittel für das 3:1 (32./35.). Im Schlussabschnitt erhöhte erneut Talbot auf 4:1 (47.).

Eisbären-Profi Constantin Braun wurde nach der Schlusssirene als wertvollster Spieler ausgezeichnet und betonte, der Serienmeister habe trotz Schwächephasen immer an den Triumph geglaubt. "Na klar!", rief Braun, bevor Kapitän André Rankel den Meisterpokal in die Höhe stemmen durfte. "In so einer Halle Meister zu werden, davon träumt jeder Sportler", hatte Florian Busch schon nach dem ersten Drittel bei Servus TV erklärt. Busch war 2008 in den Finals gegen die Haie der entscheidende Treffer zum damaligen Titelgewinn gelungen. Für den wiedererstarkten achtmaligen Meister aus Köln, der zuletzt 2002 Champion war, setzt sich damit auch unter dem ehemaligen Bundestrainer Uwe Krupp die lange Titelflaute fort. "Es ist Zeit, den Eisbären Berlin zu gratulieren", sagte Krupp direkt nach der Schlusssirene kurz und schüttelte allen Siegern auf dem Eis fair die Hände.
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