17.12.2017 - 21:58 Uhr
Sport

Biathlon Form der Biathleten stimmt

Le Grand-Bornand. Nach ihren starken Auftritten in Frankreich war Biathlon-Königin Laura Dahlmeier im Stress. Mit dem Flieger ging es ab vom Weltcup in Annecy nach Baden-Baden zur Sportler-Wahl des Jahres. Dabei sind Galas nicht so das Ding der besten deutschen Skijägerin. Sie lässt lieber sportliche Leistungen sprechen. Und das gelang ihr zum Jahresausklang in Le Grand-Bornand am Sonntag mit Platz drei im Massenstart, dem Sieg in der Verfolgung und Rang zwei im Sprint in mal wieder beeindruckender Manier.

Erik Lesser blieb beim Massenstartrennen ohne Fehler und wurde dafür mit Rang drei belohnt. Bild: Expa Jfk/dpa
von Agentur DPAProfil

"Von der Form geht es in die richtige Richtung. Ich bin absolut auf dem richtigen Weg", sagte die 24-Jährige, die sich nun nur noch auf die Weihnachtspause und eine Auszeit in den heimischen Bergen freut. "Ich habe ganz schön schwere Beine. Die Pause hab ich mir verdient."

Wie auch Erik Lesser, der seinen zweiten Podestplatz des Winters einheimste. Der 29-Jährige beeindruckte im Massenstart mit vier fehlerfreien Schnellfeuereinlagen und musste sich als Dritter nur dem siegreichen Franzosen Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bö aus Norwegen geschlagen geben. "Ich habe das trainiert, so viel Risiko ist das gar nicht", sagte der 29-Jährige im ZDF. Aber auch der Thüringer ist nach dem ersten Trimester mit den Kräften am Ende. "Meine Beine sind ganz schön blau, aber ich bin absolut happy und rase jetzt nach Hause", sagte Lesser, der bereits zum Saisonstart in Östersund Dritter im Sprint geworden war.

Nach dem krankheitsbedingt durchwachsenen Saisonstart ist Dahlmeier fast schon wieder bei alter Stärke und mit Blick auf die Olympischen Winterspiele voll im Soll. Im Massenstart musste sie sich nach zwei Fehlern nur der siegreichen Französin Justine Braisaz und Irina Krjuko aus Weißrussland geschlagen geben. "3,2,1 - top. Ich merke, dass ich läuferisch immer besser in Schwung komme", lautete das Fazit der Partenkirchnerin. Das tolle Teamergebnis rundeten am Sonntag Vanessa Hinz als Fünfte und Franziska Hildebrand als Zehnte ab.

Neben Dahlmeier zeigte vor allem die zweimalige Saisonsiegerin Denise Herrmann, dass sie nur 20 Monate nach ihrem Wechsel zu den Skijägerinnen eine feste Größe im deutschen Team wird. Beim ersten Weltcup-Massenstart ihrer Karriere lag sie bis zum letzten Schießen klar auf Siegkurs. Beim finalen Anschlag schoss sie zwar drei Fehler und wurde Zwölfte.

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