Biathlon-Saisonfinale im russischen Tjumen
Endlich Urlaub

Der Franzose Martin Fourcade feierte seinen siebten Sieg im Biathlon-Gesamtweltcup in Serie. Bild: Sergei Grits/dpa

Die Saison war lang und anstrengend. Aber auch erfolgreich für die deutschen Biathleten. Beim Saisonfinale wird es zwar nichts mit einem Sieg. Zufriedenstellend fällt die Bilanz dennoch aus. Frankreichs Superstar Martin Fourcade erlangt Heldenstatus.

Tjumen. Nach dem letzten Kraftakt des Olympia-Winters freute sich Biathlon-Star Laura Dahlmeier einfach nur noch auf die Ruhe und Abgeschiedenheit in den heimischen Bergen. Beim Saisonfinale im sibirischen Tjumen vergab sie zwar im Massenstart in Führung liegend beim letzten Schießen ihren 20. Weltcuperfolg. Aber Platz zwölf kann Deutschlands Sportlerin des Jahres nach ihren erfolgreichen Olympischen Spielen mit Doppel-Gold und einmal Bronze locker verschmerzen. "Ich bin froh, wenn Feierabend ist", sagte Dahlmeier.

Die Männer lieferten am Sonntag mit Benedikt Doll als Viertem und Johannes Kühn auf Platz acht, direkt gefolgt von Erik Lesser und Arnd Peiffer, ebenso erneut ein starkes Teamergebnis ab wie die Damen mit Vanessa Hinz (4.), Franziska Preuß auf Platz fünf und Karolin Horchler als Achte.

Den Weltcup-Gesamtsieg sicherte sich zum dritten Mal die Finnin Kaisa Mäkäräinen. Für Vorjahressiegerin Dahlmeier war die Verteidigung der Großen Kristallkugel nicht das Hauptziel. Für sie und das Team waren die Winterspiele in Südkorea wichtig, und da lieferten sie ab. "Ich war sicher nicht so dominant unterwegs wie vor einem Jahr, von daher ist mir in Pyeongchang schon eine Wahnsinns-Leistung gelungen", sagte die Bayerin, die im Weltcup diesmal nur zwei Siege holte und im Gesamtweltcup Vierte wurde. Im Jahr zuvor hatte sie noch mit zehn Erfolgen eine Saison der Superlative gefeiert. Dass das schwer zu wiederholen ist, war ihr aber schon im Vorfeld klar. Zumal sie die ersten drei Saisonrennen krank auslassen musste.

Die Männer blieben zwar erstmals seit der Saison 1994/1995 ohne Weltcup-Erfolg und holten in den Einzelrennen nur drei dritte Plätze. Aber mit 42 Top-Ten-Plätzen und den großartigen Olympischen Spielen war es dennoch eine erfolgreiche Saison. Denn die Deutschen waren zum Saisonhöhepunkt topfit. Dahlmeier mit Doppel-Gold und Peiffer als Sprint-Olympiasieger, Silber für Simon Schempp sowie Bronze für Dahlmeier, Doll und die Männer-Staffel: mit insgesamt sieben Medaillen avancierten die Deutschen zum erfolgreichsten Team bei den Winterspielen. "Arnd, Simon, Erik und Benedikt haben wieder eine richtig starke Saison gezeigt. Bei Olympia war jeder erfolgreich. Wir sind froh und glücklich, dass uns das in der Form geglückt ist", sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner .

Bei den Männern triumphierte einmal mehr Martin Fourcade. Frankreichs Superstar sicherte sich neben seinem 70. Weltcupsieg auch den historischen siebten Weltcup-Gesamtsieg in Serie sowie alle vier Kugeln in den Disziplinwertungen.
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