08.12.2017 - 22:02 Uhr
Sport

Biathlon-Weltcup Mutter-Tag in Hochfilzen

Der Biathlon-Zweikampf zwischen Dahlmeier und Herrmann ist noch nicht richtig entbrannt. Nach ihren beiden Östersund-Siegen gab es für Herrmann vier Strafrunden, auch Dahlmeier schaffte es in Hochfilzen nicht auf das Podest. Das verpasste Schempp knapp.

Siegerpodest ohne Deutsche: Siegerin Darja Domratschewa aus Weißrussland (Mitte) freut sich mit der Zweitplatzierten Anastasiya Kuzmina (links) und der Drittplatzierten Dorothea Wierer. Bild: Barbara Gindl/dpa
von Agentur DPAProfil

Hochfilzen. Zwei Mütter haben Laura Dahlmeier und Denise Herrmann im Schneegestöber von Hochfilzen die Show gestohlen. Während sich die Weißrussin Darja Domratschewa (32) ihren ersten Weltcup-Sieg nach der Baby-Pause holte und die Slowakin Anastasia Kuzmina (34) als Zweite nach der Geburt ihres zweiten Kindes erstmals auf das Podest kletterte, kamen die beiden deutschen Top-Biathletinnen am Freitag nicht in die Top 15.

Dahlmeier, die unumstrittene Biathlon-Königin des vorigen Winters, schaffte bei ihrem Saison-Einstieg am Ort ihrer größten Erfolge lediglich Platz 16 im Sprint. "Ich habe das gebraucht, um reinzukommen", sagte die siebenmalige Weltmeisterin, die in der letzten Woche beim Auftakt krank pausieren musste. Nach dem 7,5-Kilometer-Sprint schaltete die Bayerin sogleich in den Angriffsmodus: "Den Verfolger mag ich am liebsten, da ist noch was möglich. Da ist es ganz, ganz wichtig, dass man gut schießt."

Den Angriff ihrer neuen Herausforderin Denise Herrmann (28) wehrte Dahlmeier (24) zwar noch einmal ab - vom Sieg waren aber beide Skijägerinnen weit entfernt. Dahlmeier lag nach zwei Strafrunden immerhin knapp eine halbe Minute vor der Ex-Langläuferin aus Sachsen. Die musste nach ihrem Doppelsieg in Östersund beim Sprint-Wettkampf gleich viermal in die Strafrunde und kam über Rang 28 nicht hinaus. Beste Deutsche wurde Franziska Hildebrand (1 Fehler) auf Platz acht.

Im Männer-Sprint verfehlte Simon Schempp nach einer Strafrunde als Vierter um 11,2 Sekunden das Podest. Ex-Weltmeister Arnd Peiffer als Sechster, Erik Lesser als Achter und Philipp Nawrath als Neunter rundeten das gute Teamergebnis ab. "Wir sind auf Schlagdistanz", sagte Schempp vor den Jagdrennen am Samstag.

Allerdings leistete sich ausgerechnet Sprint-Weltmeister Benedikt Doll beim zweiten Saison-Sieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö vor dem Franzosen Martin Fourcade fünf Strafrunden. "Es ist bitter, die Scheißklappen fallen einfach nicht. Es tut so weh", sagte Doll. "Ich bin zum Glück einer, der nach vorne schaut, der optimistisch ist."

Ergebnisse

Damen, Sprint (7,5 km): 1. Darja Domratschewa (Weißrussland) 22:40,2 Min./0 Schießf.; 2. Anastasiya Kuzmina (Slowakei) +22,1 Sek./1; 3. Dorothea Wierer (Italien) +30,6/1; 4. Wita Semerenko (Ukraine) +35,2/0; 5. Ingrid Landmark Tandrevold (Norwegen) +47,5/0; 6. Kaisa Mäkäräinen (Finnland) +49,5/2; ... 8. Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) +56,0/1; 16. Laura Dahlmeier (Garmisch-Partenkirchen) +1:10,4 Min./2; 27. Vanessa Hinz (München) +1:39,8/2; 28. Denise Herrmann (Bad Schlema) +1:40,1/4; 33. Maren Hammerschmidt (Winterberg) +1:55,4/4; 43. Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) +2:04,9/2

Herren, Sprint (10 km): 1. Johannes Thingnes Bö (Norwegen) 24:18,4 Min./0 Schießf.; 2. Martin Fourcade (Frankreich) +12,1 Sek./0; 3. Jakov Fak (Slowenien) +35,4/0; 4. Simon Schempp (Uhingen) +46,6/1; 5. Henrik L'Abee-Lund (Norwegen) +52,0/0; 6. Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) +56,0/0; ... 8. Erik Lesser (Frankenhain) +1:01,0/1; 9. Anton Schipulin (Russland) +1:06,1/1; Philipp Nawrath (Ruhpolding) +1:06,1/0; 24. Johannes Kühn (Reit im Winkl) +1:40,8/3; 47. Benedikt Doll (Breitnau) +2:27,4/5

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