Biathlon
Windböen in Oberstdorf

Schlechtwetter in Oberhof, das sind die Biathlon-Asse gewohnt: Erik Lesser (links) und Matthias Bischl trainierten am Mittwoch dick eingepackt. Bild: dpa

Die Biathleten starten nach der kurzen Weihnachtspause in das zweite Wettkampftrimester. Nach der wetterbedingten Absage im Vorjahr steigt wieder der Heim-Weltcup in Oberhof. Überfliegerin Laura Dahlmeier pausiert.

Oberhof. Die Auswirkungen von Sturmtief "Axel" bekamen auch Simon Schempp & Co zu spüren. Beim Abschlusstraining zum ersten Rennen beim Heim-Weltcup in Oberhof hatten die Skijäger am Mittwoch wie so oft in der thüringischen Biathlon-Hochburg keine Sonne - dafür stürmische Böen und Schneefall. "Es war schon teils ganz schön stürmisch. Aber morgen soll es besser werden", sagte Deutschlands Nummer eins Schempp mit Blick auf den Sprint am Donnerstag (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport).

Der 28-Jährige will im ersten Weltcup des Jahres und dem ersten des Deutschlands-Doppels mit Oberhof und Ruhpolding in der kommenden Woche seine ansteigende Form vom Jahresende 2016 bestätigen und Seriensieger Martin Fourcade aufs Neue herausfordern. Über die Weihnachtspause kam Schempp, anders als seine Freundin Franziska Preuß (sie fehlt vorerst wegen eines grippalen Infekts), gesund.

Nachdem der Weltcup in der Vorsaison mangels Schnee abgesagt werden musste und dies für massive finanzielle Verluste sorgte, haben die Organisatoren diesmal rechtzeitig mit der Schneeproduktion begonnen. In den vergangenen Wochen wurde so viel Kunstschnee wie niemals zuvor produziert, die Strecken sind auch dank der mehr als 500 Helfer bestens präpariert.

Die Damen müssen in Oberhof auf ihre Nummer eins Laura Dahlmeier verzichten. Die Verfolgungs-Weltmeisterin lässt fünf Wochen vor dem WM-Start aus trainingstaktischen Gründen die ersten beiden Rennen aus und wird nur im Massenstart am Sonntag dabei sein. Und riskiert damit den Verlust des Gelben Trikots als Weltcup-Gesamtführende. Damit ruhen die deutschen Hoffnungen am Freitag (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport) vor allem auf Franziska Hildebrand.

Mit Spannung erwartet wird die Rückkehr von Darja Domratschewa. Die dreimalige Olympiasiegerin aus Weißrussland, die im Sommer Norwegens Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen geheiratet und am 1. Oktober die gemeinsame Tochter Xenia zur Welt gebracht hatte, gibt ihr Comeback. Beim letzten Weltcup 2015 in Oberhof gewann Domratschewa im Massenstart.
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