18.12.2004 - 00:00 Uhr
Sport

Blue Devils verkaufen sich beim 1:3 in Bietigheim sehr gut - Goalie Haider in Bestform Dumme Gegentore ärgern Sulak

Im Gegensatz zum 0:9-Debakel beim Saisonauftakt haben sich die Blue Devils am Freitagabend in Bietigheim hervorragend aus der Affäre gezogen. Die Weidener verloren zwar mit 1:3 (0:2, 1:1, 0:0), doch Trainer Leos Sulak attestierte seiner Mannschaft nach dem Match eine "sehr ordentliche Leistung".

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Es sei sogar mehr drin gewesen, meinte Sulak, den lediglich die dummen Gegentore geärgert haben. "Das 0:1 haben wir in Unterzahl kassiert, dem 0:2 ging ein individueller Fehler voraus und das 1:3 war irregulär", schimpfte Sulak. Auch der dritte Vorsitzende Jürgen Lehner war wegen des dritten Bietigheimer Treffers stocksauer: "Das war ein Handballtor, doch keiner der drei Referees hat es gesehen."

Sulak agierte beim bislang enttäuschenden Mitfavoriten der 2. Bundesliga mit den angekündigten Formationen. "Alle drei Blöcke haben gut nach hinten gearbeitet", meinte der Devils-Coach nach dem Match. Im letzten Drittel kam Stephan Hagn für Peter Gruhle im dritten Sturm zum Einsatz. Trotz des Trainingsrückstandes nach der langen Pause zeigte er schon positive Ansätze.

In den ersten zehn, zwölf Minuten verlief die Partie völlig ausgeglichen. "Da haben wir sehr gutes Eishockey gespielt", sagte Sulak hinterher. Bietigheim hatte in dieser Phase Probleme, die Blue Devils erspielten sich Vorteile. SCB-Goalie Jason Elliott musste einige gefährliche Distanzschüsse entschärfen.

Nach etwa einer Viertelstunde erhöhten die "Steelers" das Tempo. Beim 1:0 erhielten sie allerdings Hilfestellung von J. F. Boutin. Der Franko-Kanadier leistete sich ein dummes Foul und musste in die Kühlbox. Die numerische Überlegenheit nutzte Chris Straube zur Führung. (17.). Zwei Minuten später schlief die Weidener Hintermannschaft, als Terence Campbell einen weiten Pass auf Craig Teeple spielte, der dem starken Devils-Goalie Reinhard Haider keine Chance ließ.

Die Blue Devils zeigten trotz des Rückstandes Moral, gaben sich nicht geschlagen und kamen tatsächlich zurück ins Match. Nach dem 2:1 durch Jan Penk (25.) wirkten die "Steelers" doch arg verunsichert. Selbst bei einem 5:3-Überzahlspiel - fast zwei Minuten lang - brachten die Gastgeber nichts zustande. Was dennoch auf den Kasten kam war eine sichere Beute von Reinhard Haider. "Er hat heute sehr gut gehalten", lobte Sulak hinterher seinen Keeper.

Eine Minute nach einem Pfostenschuss von Alexandre Jacques (36.) ereignete sich die für Sulak "spielentscheidende Szene". Bei einem Gewühl vor dem Weidener Kasten beförderte der abgezockte Ex-DEL-Profi Chris Straube die Scheibe mit der Hand über die Linie. Die Devils-Cracks protestierten lautstark, aber letztlich erfolglos. Der irreguläre Treffer wurde anerkannt.

Nach dem 3:1 war die Luft raus. Das war im letzten Drittel deutlich zu spüren, denn auf beiden Seiten gab es kaum noch nennenswerte Aktionen. Weiden kämpfte bis zum Schluss um eine Resultatsverbesserung, doch Bietigheim stand defensiv gut und ließ nichts mehr anbrennen.

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