10.01.2006 - 00:00 Uhr
Sport

BMW-Holme-Cup in Auerbach: Erlangen schlägt FC Amberg - 700 Zuschauer Technisch beste Teams im Finale

Fußball in der Halle! Da scheiden sich die Geister: Gefährlich, ein Härtetest für Sehnen und Gelenke - sagen die einen. Schnelle Szenenwechsel, spektakuläre Tore und "hautnah" am Geschehen - argumentieren die anderen. Dazu gehören die Auerbacher, die mit dem "BMW Holme Cup 2006" die schmucke Halle erneut mit rund 700 Zuschauern füllten.

von Stefan Zaruba Kontakt Profil

Acht Stunden lang Hallenfußball satt, da traf es sich gut, dass in der Cafeteria für Zuschauer und Spieler reichlich Gelegenheit bestand, entsorgte Kalorien rasch wieder aufzufüllen. Und über die Turnierverlauf zu parlieren: Beste Hallenformation, rein vom Spielgedanken her, war sicherlich der FC Amberg, dessen Akteure Ilker Caliskan und Matthias Götz zum stärksten Spieler bzw. Torwart gewählt wurden. Gewinner aber wurde, wie bei der Erstauflage im Vorjahr, der FSV Erlangen-Bruck. 5:4 im "Stechen" gegen den im Gruppenspiel noch 4:1 siegenden FC Amberg, für den Rudert, Schmaus, Kratzer, Michl trafen, während Erlangens Keeper Turgay Karoly den "Strafstoß" von Pechvogel Florian Krämer hielt.

1500 Euro Prämie

Und 1500 Euro und einen ansehnlichen Wanderpokal gab's für den Sieger, 1000 für den Zweitplatzierten Amberg gegen Erlangen im Endspiel - beileibe kein Zufall. Damit hatten sich die besten Teams durchgesetzt, während sich die SpVgg Weiden vorher in zweimal zehn Minuten klar mit 5:0 (Tore Chousein, Klempau, Wurster, Riester, Bauer) Rang drei gegen Eschenbach sicherte. Apropos Eschenbach: Die Mannschaft von Hans Dörfler überraschte positiv, musste aber auch für den Negativ-Punkt her halten: Im Match gegen die SpVgg Weiden zog sich Keeper Björn Engelmann einen Oberarmbruch zu.

Dominik Reiter aus Eschenbach erzielte im ersten Spiel des Tages nach zwölf Minuten gegen die schwer enttäuschenden Nürnberger (von wegen stärkste Formation des Bayernligisten) das 1:0 und damit den ersten Turniertreffer, da war noch die widerspenstige "Filzkugel" das Spielgerät, in den Finals ließ Orga-Leiter Uwe Ditz dann den Lederball zu. Fortan lief es besser - sagten die Akteure. Auerbachs Trainer Thomas Daschner kam nicht mehr in den Vorzug, sein Hallenteam schied aus, kein Problem: "Aufgrund der Gruppe war's ohnehin schwer weiter zu kommen, enttäuschend waren natürlich die zwei hohen Niederlagen. Das Turnier selbst hat Spaß gemacht, aber die Enttäuschung ist trotzdem da".

Nüssing angefressen

Spielerische, technische Finessen und spektakuläre Tore? Hin und wieder ja, in erster Linie aus Amberg, Erlangen und Weiden. Dieter Nüssing (57), Ex-Club-Profi und recht "angefressen" über die Leistung des Bayernligisten, wollte "viel zu hektische Spiele" gesehen haben, befand es aber "sehr gut, dass in Auerbach so ein Turnier stattfindet, das kann sich sehen lassen". Seine Verlegenheits-Formation konnte das nicht: Die ging sang- und klanglos unter.

Ambergs Trainer Apostolos Bertsos wusch seiner Elf nach der 1:2-Pleite gegen Luhe-Wildenau so richtig den Kopf: "Nur wenn wir hier richtig ran gehen, kann uns keiner schlagen." War dann auch so, Siebenmeterschießen ist ja auch nicht "richtig verloren", meinte ein Autogramme sammelnder Auerbacher Knirps.

Will tippt richtig

Weidens Trainer Horst Will ("natürlich ist unser Ziel der Sieg") war dann mit dem dritten Rang auch nicht unglücklich und es gewann, wie von ihm voraus gesagt: Erlangen-Bruck. Horst Will befand, das "technische Spiel ist eindeutig zu kurz gekommen, Zweikämpfe stehen im Vordergrund, das ist nicht Sinn des Hallenfußballs, körperlos, schnell beweglich soll es sein" tat er seine Vorstellung vom Fußball zwischen der Bande kund.

In den Finalspielen wurde es dann auch qualitativ besser gekickt. Uli Pechthold, Erlangens Coach, war gelassen: "Dann nehmen wir den Sieg halt mit", war sein Schlusswort, nachdem er nach der 1:4-Niederlage gegen Amberg noch "Weiden als Favorit sah" und er den Seinen attestierte: "Die spielen nicht das, was ich mir vorstelle."

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