Bouldern-WM in München

Klettern ohne Seil und ohne Partner - Bouldern wird immer beliebter. In München stehen bis kommenden Samstag die ersten reinen Boulder-Weltmeisterschaften an. 210 Athleten aus 44 Nationen kämpfen dabei um den Titel.

Bouldern gilt als die Disziplin, die das Klettern am meisten auf das Wesentliche reduziert. Ohne Gurt, Kletterseil oder zusätzlichen Ballast geht es bis zu einer Höhe von 4,50 Meter rein um Kraft, Geschicklichkeit und Kreativität. Der Kletterer muss die Wand mit den angeschraubten bunten Griffen in fünf Minuten und ab dem Halbfinale sogar in vier Minuten überwinden. Jeder muss mehrere Routen überwinden.

Als heißer Titelanwärter bei den Männern gilt der deutsche Gesamtweltcupsieger Jan Hojer. Erst Ende Juni hatte der Frankfurter den Titel geholt. Bei den Frauen ruhen die deutschen Hoffnungen auf Juliane Wurm: Die Wuppertalerin wurde im Gesamtweltcup immerhin Vierte. Die Entscheidungen fallen am Samstag. 12 000 Fans waren vor einem Jahr beim Weltcup in München dabei, jetzt werden rund 15 000 Zuschauer erwartet.

Der Deutsche Alpenverein veranstaltet seit fünf Jahren internationale Wettkämpfe im Bouldern im Münchner Olympiastadion.
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