Brands, Haas und Mayer folgen Kohlschreiber in München ins Viertelfinale
Erfolgreiches deutsches Quartett

Die Tennis-Bezirksmeisterschaften waren hart um kämpft. Unser Bild zeigt die Sieger der einzelnen Altersklassen mit Bezirksvorsitzendem Johannes Deppisch (links) und Ehrenvorsitzenden Egon Radler (rechts). Bild: ifg
Im anhaltenden Nieselregen hat Tommy Haas beim Münchner ATP-Turnier nur mit großer Kampfkraft seine Auftaktaufgabe gemeistert. Der Tennis-Oldie bezwang am Donnerstag bei widrigen Bedingungen den Letten Ernests Gulbis letztlich glücklich mit 6:4, 6:7 (3:7), 6:1 und zog als einer von insgesamt vier Lokalmatadoren ins Viertelfinale ein. "Der Auftakt war für mich gleich sehr schwer, ein sehr enges Match", befand Haas. "Aber solche Spiele sind super, um in den Rhythmus zu kommen und Selbstvertrauen zu sammeln."

In der Runde der letzten Acht trifft der 35-Jährige heute im deutschen Duell auf Florian Mayer, der sich zuvor knapp in drei Sätzen mit 2:6, 6:4, 6:2 gegen den Australier Marinko Matosevic durchgesetzt hatte. Für eine dicke Überraschung sorgte am Abend der Deggendorfer Daniel Brands: Der Aufschlagkünstler schickte den französischen Star Gael Monfils mit einem 6:3, 3:6, 6:0-Erfolg nach Hause und bekommt es jetzt mit dem topgesetzten Serben Janko Tipsarevic zu tun. Der machte beim 6:4, 6:2 kurzen Prozess mit dem Slowenen Grega Zemlja.
Für Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber, der schon am Mittwoch eine Runde weitergekommen war, wartet auf dem Weg zum dritten Titel bei den BMW Open der Serbe Viktor Troicki - die Nummer 56 der Welt.

Nach drei Turniertagen ohne jegliches Einzelmatch tat sich Tommy Haas auf dem bayerischen Sand schwer gegen Außenseiter Gulbis, der ihn zuletzt im Februar im Halbfinale von Delray Beach geschlagen hatte. Nur mit Mühe brachte der gesetzte Achtelfinalist mehrmals sein Service durch. Rund 1500 Fans auf dem durchnässten Center Court machten dem schwächelnden Vorjahres-Halbfinalisten mit aufmunterndem Applaus Mut. Erst im entscheidenden Satz demonstrierte der Weltranglisten-14. seine Klasse und hielt Gulbis mit konsequenten Long-lineschlägen in Schach.

Daniel Brands trieb Monfils, die ehemalige Nummer sieben der Welt, mit seinen brachial-genauen Aufschlägen zur Verzweiflung. Irgendwann blieb dem Franzosen nur noch ein Lächeln ob der eigenen Chancenlosigkeit beim Service des Deutschen. Im dritten Satz war der lange verletzte 26-Jährige dann völlig neben der Spur und verlor zu null.
Wesentlich mehr zittern musste Florian Mayer, der vor zwei Jahren ins Münchner Finale eingezogen war. Der Bayreuther wirkte müde und zermürbt, kämpfte sich aber mit unbändigem Willen und verbesserter Zielgenauigkeit bei seinen Schlägen zurück ins Match. Nach einem entscheidenden Break im dritten Durchgang und 90 Minuten Spielzeit durfte der Weltranglisten-27. doch noch die Faust ballen - und kann sich jetzt auf ein deutsches Duell mit Haas freuen.
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