07.07.2017 - 21:50 Uhr
Sport

Brite im Training schneller als Vettel Vorteil Hamilton

Lewis Hamilton ist im Freitagstraining von Spielberg nicht zu schlagen - dann wird ein regelwidriger Getriebewechsel publik.

Lewis Hamilton war bei den ersten Trainingsfahrten auf dem Rundkurs im österreichischen Spielberg nicht zu bezwingen. Wegen eines Getriebewechsels muss er aber fünf Plätze weiter hinten starten. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Spielberg. Trotz eines dominanten Auftakttrainings in der Mercedes-Hochburg Spielberg startet Lewis Hamilton mit einer schweren Hypothek in das nächste WM-Duell mit Sebastian Vettel. Nach einem regelwidrigen Getriebewechsel an seinem Silberpfeil wird der Brite strafversetzt und muss fünf Ränge weiter hinten ins Formel-1-Rennen von Österreich am Sonntag gehen. Schon vor der Qualifikation an diesem Samstag zerschlug sich damit Hamiltons Hoffnung auf die Pole Position.

Wie der Motorsport-Weltverband Fia am Freitagabend mitteilte, mussten die Silberpfeile jenes Teil austauschen, mit dem Hamilton den Grand Prix von Aserbaidschan vor zwei Wochen beendet hatte. Da solch ein Getriebe jedoch sechs Rennen am Stück halten muss, zieht das eine Rückversetzung von fünf Plätzen nach sich. Mercedes bestätigte die Strafe für Hamilton.

Vor der Hiobsbotschaft für Hamilton war der deutsche Ferrari-Star im Freitagstraining nicht am Briten vorbeigekommen. Der 32-Jährige ließ sich auch von einer defekten Zündkerze nicht beirren und drehte sowohl in der ersten als auch in der zweiten Einheit die schnellste Runde. Nach Platz vier konnte sich WM-Spitzenreiter Vettel, der sich auf dem 4,326 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs einmal ordentlich drehte, noch auf den zweiten Rang verbessern.

Vettel-Dreher

Am Ende fehlten dem viermaligen Weltmeister etwas mehr als 0,14 Sekunden auf Hamilton, der im vergangenen Jahr in der Steiermark gewinnen konnte. "Wir sind viele Runden gefahren, haben ein gutes Gespür für das Auto und jetzt schauen wir, dass wir uns noch ein bisschen steigern können", resümierte Vettel, der 50 Runden absolvieren konnte - 20 mehr als Hamilton. "Hier und da sind wir noch ein bisschen zu viel gerutscht, es geht in die richtige Richtung." Dritter hinter Vettel auf dem Red-Bull-Ring wurde der Finne Valtteri Bottas im zweiten Mercedes. Renault-Fahrer Nico Hülkenberg landete auf Position neun, Sauber-Mann Pascal Wehrlein kam nicht über den vorletzten Platz hinaus.

Vettel hatte sich in der Auftakteinheit genauso wie sein Teamkollege Kimi Räikkönen in Kurve eins einen Dreher geleistet. "Ich habe den Randstein innen zu sehr mitgenommen, es ist aber nichts passiert", funkte der Hesse Entwarnung, nachdem er mit seinem Ferrari auch noch rückwärts gerollt war.

Nach dem erst einmal beigelegten Streit mit Vettel um den Wutrempler in Baku sieht sich der Brite im WM-Zweikampf jedenfalls im Kommen. "Ferrari spürt ganz deutlich unseren Druck", konstatierte Hamilton. Den Ausraster von Vettel in Aserbaidschan hatte er ohnehin als ein Zeichen nervlicher Schwäche ausgelegt.

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