BVB-Fans beim Kartenvorverkauf für Madrid-Spiel massiv bedroht - Watzke entschuldigt sich
Schwarzmarkt-Banden schlagen zu

Hans-Joachim Watzke hat nach den Tumulten in Dortmund Fehler beim Ticketverkauf für das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid eingeräumt. "Wir haben den unfassbaren Ansturm unterschätzt. Das müssen wir uns auf die Fahnen schreiben. Wir werden unsere Lehren daraus ziehen", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Künftig werde der Verein "bei solchen Spielen keinen freien Vorverkauf mehr anbieten", betonte der BVB-Boss. "Diese Maßnahme wird uns dabei helfen, noch effektiver den Schwarzmarkthandel zu bekämpfen."

In der Nacht zum Dienstag war es an verschiedenen Vorverkaufsstellen in Dortmund zu Auseinandersetzungen und Ausschreitungen gekommen. Nach dpa-Informationen wurden die Tumulte vor allem von organisierten Schwarzmarkt-Banden ausgelöst. Sie sollen echte BVB-Fans massiv bedroht haben, um sich in den langen Schlangen vorzudrängeln. Als die schon lange wartenden Anhänger sich dies nicht gefallen ließen, kam es zu den Auseinandersetzungen.Wie die Dortmunder Polizei am Dienstagmittag mitteilte, wurden zwei Strafanzeigen wegen "gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung" gefertigt. Eine Peron wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Die "Ruhr Nachrichten" berichteten, dass Online-Tickethändler sogar Studenten angeheuert hätten, um an Tickets zu kommen. Die im Internet angebotenen Karten kosteten am Dienstag zwischen 300 und 500 Euro. Alle 66 829 Karten sind vergriffen.
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