22.11.2017 - 22:48 Uhr
Sport

BVB-Trainer Peter Bosz gerät mehr und mehr unter Druck – Leipzig feiert höchsten Sieg in ... Bild des Jammerns und Gala im Fürstentum

Dortmund/Monaco. Kurioses Szenario in der Champions-League: Die kriselnde Borussia aus Dortmund könnte sich womöglich trotz desaströser Auftritte mit zwei Punkten in die Europa-League retten - die in Monaco glanzvoll aufspielenden Leipziger könnten am Ende mit acht Punkten mehr auf dem Konto gleichfalls im zweiten Europacup-Wettbewerb landen.

Schlechte Stimmung bei Dortmunds Trainer Peter Bosz. Bild: Bernd Thissen/dpa
von Agentur DPAProfil

Obwohl beide deutsche Teams somit vor Ende der Gruppenphase möglicherweise das gleiche Schicksal nach der Winterpause erwartet, konnten die Reaktionen der Verantwortlichen nach dem vorletzten Spieltag nicht unterschiedlicher sein. Während BVB-Coach Peter Bosz nach dem 1:2 gegen Tottenham Hotspur ratlos ins Stadioninnere schaute und sein Team schon in den Schlussminuten nicht mehr zu motivieren wusste, schwärmte Ralph Hasenhüttl nach der RB-Gala in Monaco. "Ich übertreibe nicht, wenn ich von unserem besten Auftritt in dieser Champions-League-Saison spreche", erklärte der österreichische Coach.

Zumindest nährte der überraschend klare 4:1-Erfolg des Vizemeisters im Fürstentum noch Hoffnungen auf den Verbleib in der Königsklasse. Dafür bräuchten die Leipziger jedoch ein kleines Wunder. AS Monaco müsste im letzten Spiel am 6. Dezember in Porto zumindest einen Punkt holen, um Leipzig - ein eigener Sieg gegen Besiktas Istanbul vorausgesetzt - noch den Weg in das Achtelfinale zu ebnen. "Wir haben es leider nicht mehr in der eigenen Hand", sagte Hasenhüttl.

Unterdessen blieben in Dortmund dem Coach unbequeme Fragen nach seiner Zukunft auch an seinem 54. Geburtstag nicht erspart. Gewohnt stoisch, aber ungewohnt offen kommentierte Peter Bosz die mehr als vertrackte Ausgangslage nach nur zwei mageren Pünktchen gegen APOEL Nikosia. Das Revierderby am Samstag könnte nun zu einem "Endspiel" um seinen Arbeitsplatz werden. "Ich weiß, es ist wichtig, dass wir gegen Schalke gewinnen - auch für meine Position", räumte der Niederländer ein.

Die Fans auf der Südtribüne brachten ihre Erwartungshaltung offen zum Ausdruck. Zwar verschonten sie die Profis mit Pfiffen, forderten aber unmissverständlich einen Erfolg gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen. "Am Samstag zählt es: Alle für den Derbysieg", war auf einem Banner zu lesen.

Kommt die Mannschaft dieser Aufforderung nicht nach, dürfte die bisher noch moderate Stimmung kippen - vor allem zu Lasten von Bosz. Dann wird auch Torhüter Roman Bürki wieder dabei sein. Bürki war bei einem Zusammenprall mit Angreifer Fernando Llorente im Gesicht getroffen und in der Nachspielzeit durch Roman Weidenfeller ersetzt worden. Aber die Beschwerden bei Bürki sind weitgehend abgeklungen.

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