13.04.2018 - 22:30 Uhr
Deutschland & Welt

Champions-League Immer wieder gegen Real Madrid

Nicht Rom. Auch nicht Liverpool. Nein, der FC Bayern erwischt mit Real Madrid das "schwierigste Los" auf der letzten Etappe nach Kiew. Gegen den Titelverteidiger soll die Revanche gelingen.

Cristiano Ronaldo ist der Schrecken jeder gegnerischen Abwehr. 2017 lochte der Weltfußballer im Viertelfinale der Champions-League fünfmal gegen den FC Bayern ein. Jupp Heynckes hofft, dass der Portugiese diesmal schlechtere Tage erwischt. Bild: Andreas Gebert/dpa
von Agentur DPAProfil

München/Nyon. Schon wieder Real, schon wieder Ronaldo! Auf dem Weg nach Kiew muss der FC Bayern im vorweggenommenen Finale der Champions-League erfolgreich Revanche nehmen gegen Rekordsieger und Titelverteidiger Real Madrid mit dem Weltfußballer und Münchner Schreckgespenst. Vom "schwierigsten Los" sprach Weltmeister Jérôme Boateng nach der Auslosung der Halbfinalpartien in der Schweiz.

Gigantentreffen

Die Königsprüfung für den in den ersten K.o.-Runden gegen Besiktas Istanbul (Achtelfinale) und den FC Sevilla (Viertelfinale) nur mäßig geforderten deutschen Rekordmeister löste in München an einem ereignisreichen Freitag mit der Bekanntgabe von Niko Kovac als Nachfolger von Jupp Heynckes keine Jubelstürme aus. Der noch amtierende Trainer und seine Spieler gaben sich aber sofort angriffslustig. "Das ist eine Knallerpartie, ein Gigantentreffen", sagte Heynckes. Und der 72 Jahre alte Coach fügte selbstbewusst hinzu: "Ich finde das Los nicht besonders ungünstig. Das ist ein schwieriges Los, aber das gilt für beide Lager."

Zur speziellen Motivation wird bei den Bayern der unglückliche K.o. im Viertelfinale 2017 beitragen, als sich nicht nur Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge beim 2:4 nach Verlängerung beim Rückspiel in Madrid vom Schiedsrichter "beschissen" fühlte. Kapitän Thomas Müller erinnerte an ein "gutes Omen" aus dem Jahr 2012. "Damals haben wir mit Jupp Heynckes Real Madrid auf dem Weg ins 'Finale dahoam' aus dem Wettbewerb geworfen." Und keiner bei Bayern kennt Real so gut wie "Don Jupp", der mit den Königlichen 1998 seinen ersten Champions-League-Titel als Trainer gewinnen konnte. "Das ist ein Topteam mit überragenden Spielern", sagte Heynckes über das königliche Ensemble um Ex-Bayern-Profi und Weltmeister Toni Kroos. Einer überragt aber alle anderen: Cristiano Ronaldo. Im Viertelfinale 2017 wurde der Europameister aus Portugal zum Schrecken des FC Bayern. Ronaldo erzielte in beiden Partien insgesamt fünf Tore. "Er ist als Fußballer so ambitioniert wie fast niemand. Er ist sehr oft entscheidend gewesen", sagte Heynckes über Ronaldo - und fügte scherzhaft hinzu: "Vielleicht hat er diesmal nicht seine besten Tage." Bangemachen gilt aber nicht vor den Spielen am 25. April in München und sechs Tage später im Bernabeu-Stadion von Madrid. "Wir können das schaffen und auf die Straße nach Kiew einbiegen", sagte Ex-Real-Profi Arjen Robben beschwörend.

Professionell auftreten

Vorher aber geht es für die Münchner Triple-Jäger im Liga-Alltag weiter. In der Vorbereitung auf das Pokal-Halbfinale am Dienstag bei Bayer Leverkusen sowie die Real-Partien will Heynckes auch nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft die Aufgaben in der Bundesliga professionell abarbeiten. "Wir werden in der Liga nicht kürzertreten", versicherte er vor dem Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen seine alte Liebe Borussia Mönchengladbach.

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