20.08.2014 - 00:00 Uhr
Sport

Champions-League-Qualifikation nach 3:2-Sieg in Kopenhagen greifbar nahe - Turbulenter Beginn Leverkusen macht ersten Schritt

Bayer Leverkusen hat sich trotz einer teils bedenklichen Abwehrleistung in eine sehr gute Ausgangslage für den erneuten Einzug in die Gruppenphase der Champions-League gebracht. Der Fußball-Bundesligist setzte sich am Dienstag im Playoff-Hinspiel beim FC Kopenhagen mit 3:2 (3:2) durch.

Danny Amankwaa (links) vom FC Kopenhagen passt den richtigen Moment ab, um an Sebastian Boenisch vorbeigehen zu können. Bayer 04 Leverkusen gewann das Hinspiel der Champions-League-Qualifikation mit 3:2 und steht mit einem Bein in der Gruppenphase der Königsklasse. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Nach der frühen Führung durch Torjäger Stefan Kießling in der fünften Minute drehten Mathias Jörgensen (9.) und Daniel Amartay (13.) binnen vier Minuten zunächst die Partie vor rund 18 221 Zuschauern im Telia-Parken-Stadion. Noch vor Ende der munteren ersten Halbzeit sorgten Karim Bellarabi (31.) und Heung-Min Son (42.) für die weiteren Treffer der Bayer-Mannschaft von Trainer Roger Schmidt, die nun mit großer Zuversicht beim Rückspiel am Mittwoch kommender Woche vor heimischer Kulisse antreten kann.

In Dänemarks Hauptstadt hätte die Bayer-Elf gegen die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Trainers Stale Solbakken keinen besseren Start erwischen können. Kießling machte weiter, womit er in der 1. Runde des DFB-Pokals mit seinen fünf Treffern beim 6:0 gegen Alemannia Waldalgesheim aufgehört hatte. Nach einem Rückpass von der Torauslinie durch 14,5-Millionen-Euro-Neuzugang Hakan Calhanoglu schob er den Ball ins lange Eck. Ruhe und Souveränität verlieh die frühe Führung dem Bundesliga-Vierten der vergangenen Saison gegen den derzeitigen Drittletzten der dänischen Liga - ein Sieg aus fünf Spielen - aber nicht.

Im Gegenteil: Nach zwei Standardsituationen und nur acht Minuten nach dem 1:0 lagen die Gäste auf einmal mit 1:2 hinten. Der aufgerückte Verteidiger Jörgensen traf nach einer Ecke mit einem Kopfball zum Ausgleich, Amartey auf dieselbe Weise im Anschluss an eine Freistoß-Hereingabe. Die Bayer-Abwehr hinterließ dabei keinen sicheren Eindruck.

Dafür war auf die Offensive Verlass, auch wenn es die beiden Viererketten der Dänen den Schmidt-Schützlingen nicht leicht machten. Die meiste Zeit spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab, nach einem langen Pass von Toprak in die Sturmspitze prallte der Ball vom Rücken des ehemaligen Nürnberg-Profis Per Nilsson vor die Füße von Bellarami. Und der ließ sich nicht lange bitten und traf zum Ausgleich. Nun endlich mehr Ruhe auch in der Hintermannschaft? Weit gefehlt, nur um Haaresbreite entging Emir Spahic bei einem Abwehrversuch einem Eigentor (37.), ehe Son mit einem Konter Leverkusens drittes Tor vor der Pause erzielte.

Nach dem Seitenwechsel sorgten zunächst vor allem Son (56./63.) und Calhanoglu (56.) für Gefahr. Je länger die Partie dauerte, umso weniger konnte der dänische Vizemeister Akzente setzen. Nur fehlte auch den Leverkusenern in einigen Szenen in der Offensive die letzte Konzentration.

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