26.03.2018 - 22:34 Uhr
Deutschland & Welt

Christian Ehrhoff macht Schluss Ein Olympia-Held geht vom Eis

München. Einen Monat nach Sensations-Silber bei den Olympischen Winterspielen droht dem Eishockey-Nationalteam nun doch der Umbruch. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) befürchtet nach dem Karriereende von Ex-NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff weitere Rücktritte aus dem Nationalteam. "Mir ist nichts bekannt, aber ich will das nicht ausschließen. Der ein oder andere wird sich das schon überlegen. Ich weiß, dass das immer im Raum steht. Damit müssen wir und Bundestrainer Marco Sturm leben", sagte DEB-Präsident Franz Reindl am Montag der dpa.

Kölns Christian Ehrhoff verlässt nach der Partie gegen Nürnberg das Eis. Ein letztes Mal. Der Eishockey-Profi beendet mit sofortiger Wirkung seine Karriere. Bild: M. Becker/dpa
von Agentur DPAProfil

Nach dem Play-off-Aus der Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga am Sonntag gegen Nürnberg hatte der 35 Jahre alte Ehrhoff überraschend sein Karriereende verkündet. Auf den Tag genau einen Monat nach dem 3:4 nach Verlängerung im Finale von Pyeongchang gegen die Olympischen Athleten aus Russland und trotz eines noch bis Sommer 2019 laufenden Vertrags bei den Haien.

Am Tag nach Ehrhoffs Rücktritt ließ auch Olympia-Kapitän Marcel Goc seine Zukunft offen. "Ich habe mir dazu noch keine Gedanken gemacht. Aktuell stehen die Play-offs mit den Adlern im Vordergrund", teilte der 34-Jährige am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit. Noch in Südkorea hatten Ehrhoff und Goc erklärt, weiter im Nationalteam spielen zu wollen. Ehrhoff hatte gar eine fünfte Olympia-Teilnahme 2022 nicht ausgeschlossen.

"Ich habe zu 100 Prozent Verständnis für Christian. Nach so einer Karriere so ein Highlight zu erleben, da ist es nachvollziehbar, in seinem Alter einen Schlussstrich zu ziehen. Man kann da nur dankend zurückblicken", sagte Reindl, der den einst bestbezahlten Verteidiger der Welt als "einen der herausragendsten Spieler, die Deutschland je hatte", bezeichnete: "Das hinterlässt natürlich eine riesige Lücke. Aber es eröffnet auch Chancen für andere Spieler."

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