Club: Nach 0:2 gegen Leverkusen hängt Haussegen schief
Vierte Pleite in Serie

Von Jubelstimmung war am 113. Geburtstag des Traditionsclubs trotz des vollbrachten Verbleibs in der Fußball-Bundesliga nichts zu spüren. "Natürlich müssen wir die Niederlagenserie aufarbeiten", sagte Sportvorstand Martin Bader vom 1. FC Nürnberg nach dem 0:2 (0:1) am Samstag gegen Bayer Leverkusen. In Sack und Asche wollten die Club-Verantwortlichen nach der vierten Pleite in Serie aber nicht gehen. "Der 1. FC Nürnberg hat es in 50 Jahren Bundesliga nun zum zweiten Mal geschafft, fünf Jahre in Folge in der 1. Liga dabei zu sein", erinnerte Bader.

Ein Klassenunterschied

Rechte Zufriedenheit mochte bei den Franken aber nicht aufkommen. Zu sehr steckt vor allem vielen Fans noch die jüngste Derby-Pleite gegen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth in den Knochen. "Wiedergutmachung gelingt nur auf dem Platz!", mahnten Anhänger auf einem Plakat. Davon ist Nürnberg derzeit weit entfernt. Gerade in der ersten Halbzeit offenbarte sich gegen die Gäste aus dem Rheinland ein Klassenunterschied. Dass vor der Pause für Bayer nicht mehr als die Führung durch Abwehrmann Ömer Toprak (26. Minute) heraussprang, lag allein an der mangelnden Konsequenz des künftigen Champions-League-Teilnehmers. Nach dem Wechsel hielt Nürnberg zwar mutig dagegen und hätte durchaus den Ausgleich erzielen können. Der von Bayer-Torjäger Stefan Kießling mit seinem 23. Saisontreffer verwandelte Handelfmeter sicherte aber den verdienten Gäste-Sieg.
Bei den Franken regierte am tristen Club-Geburtstag ein wenig der Trotz. "38 Punkte sind 38 Punkte", rechnete Profi Hanno Balitsch vor. "Die haben wir zwar nicht in den letzten vier Spielen geholt, aber wir haben sie hart erarbeitet." Trainer Michael Wiesinger rang sich angesichts des Klassenverbleibs immerhin ein schmales Lächeln ab. "Wir sind froh, wir haben das Ziel erreicht. Der 1. FC Nürnberg spielt in der nächsten Saison wieder in der Bundesliga."

Und wer weiß: Vielleicht gibt es für den Jung-Coach, der im Winter kurzfristig die Nachfolge des überraschend abgewanderten Dieter Hecking angetreten hatte, einen Vertrag für die neue Saison.
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