13.02.2018 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Dahlmeier hat sich von Kraftakt erholt Bereits im Angriffsmodus

Pyeongchang. Sorgen, sagt Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, müsse man sich um sie "sicher nicht" machen. "Ich habe schon oft genug bewiesen, dass ich mich innerhalb von ein, zwei Tagen ganz gut regenerieren kann. Und so ist auch der Fahrplan für die nächsten Tage", kündigte die 24-Jährige am Dienstag an.

Laura Dahlmeier nahm gestern ihre zweite Goldmedaille in Empfang. Aber das soll es noch nicht gewesen sein für die deutsche Biathletin. Bild: Morry Gash/dpa
von Agentur DPAProfil

Und Dahlmeiers Olympia-Programm in Pyeongchang hat es in sich. Das Biathlon-Einzel steigt am Mittwoch, der Massenstart findet am Samstag, die Mixed-Staffel am nächsten Dienstag und die Damen-Staffel zwei weitere Tage später statt. "Das ist der Unterschied zwischen Biathlon und einigen anderen olympischen Sportarten. Dass es bei uns einfach immer weitergeht und man den Fokus nie verlieren darf", sagt die junge Bayerin.

In den weiteren vier Rennen hat Dahlmeier weitere Gold-Chancen. Nach ihrem Triumph in der Verfolgung hatte sie am Montag einen geplanten TV-Auftritt wegen Erschöpfung absagen müssen. "Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Und es wäre auch nicht gegangen. Ich war körperlich schon echt kaputt", sagte sie am Tag danach. Das sei, so die siebenmalige Weltmeisterin, auch ganz normal, gerade wenn die äußeren Bedingungen sehr kräftezehrend seien.

Noch vor dem Schlafengehen saß die nervenstarke Ausnahmekönnerin aber wieder auf dem Ergometer. "Sie ist ausgefahren, sie hat dort schon begonnen, sich auf den Einzel vorzubereiten", sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. "Laura geht es soweit gut, wir müssen uns keine Sorgen machen. Aber wir werden Laura hier und da schützen, um ihre Leistungsfähigkeit hochzuhalten."

Bei der WM vor einem Jahr in Hochfilzen hatte Deutschlands Sportlerin des Jahres nach zwei Wettkämpfen jeweils einen Schwächeanfall erlitten - trotzdem gewann sie in jedem ihrer sechs Rennen eine Medaille, fünfmal Gold und einmal Silber waren es am Ende. Das hatte zuvor noch niemand im Biathlon-Zirkus geschafft.

Bei Olympia ist der Stress noch ungleich höher. "Es ist einfach ein anderes Programm nach so einem Olympiasieg", gab Dahlmeier zu bedenken. "Der Zeitplan bei Olympia ist relativ straff mit verschiedenen Medaillenübergaben, Deutsches Haus und so weiter. Darum versuche ich mich wirklich auf das Nötigste zu konzentrieren", sagte sie.

Neben Dahlmeier gehen im Klassiker über die 15 Kilometer auch Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Maren Hammerschmidt an den Start. Preuß und Hammerschmidt rutschen für Denise Herrmann und Vanessa Hinz ins Team, die in Sprint und in der Verfolgung gelaufen waren. Das Rennen wird um 12.05 Uhr MEZ gestartet.

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