15.03.2018 - 22:14 Uhr
Deutschland & Welt

Dahlmeier nur 28. - Sieg im Gesamtweltcup kaum noch möglich Chancen sinken

Oslo. Laura Dahlmeiers Chancen auf den erneuten Sieg im Biathlon-Gesamtweltcup sind zwar auf ein Minimum gesunken, doch die Doppel-Olympiasiegerin ärgerte sich nicht lange. "Immerhin gibt's für jeden Fehlschuss eine Waffel", schrieb die 24-Jährige bei Facebook unter ein Foto, das sie mit der Osloer Spezialität zeigt. Im Sprint über 7,5 Kilometer am legendären Holmenkollen wurde Dahlmeier am Donnerstag nur 28. und hatte nach zwei Fehlern keine Chance.

Für Laura Dahlmeier lief es in Oslo überhaupt nicht gut. Die Biathletin wurde nur 28. im Sprint. Bild: Fredrik Varfjell/dpa
von Agentur DPAProfil

Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer erreichte beim Premierensieg des Norwegers Henrik L'Abée-Lund hingegen den sechsten Platz, nur 9,9 Sekunden fehlten zum Podium. Als Sechste avancierte die fehlerfreie Franziska Hildebrand zur besten deutschen Frau. Dahlmeier wirkte hingegen aufgrund von 1:30,9 Minuten Rückstand auf Siegerin Anastasija Kuzmina aus der Slowakei zunächst etwas ratlos.

"Ich kann mir das eigentlich gar nicht genau erklären. Es ist schade, wenn man gleich im ersten Schießen alle Chancen verballert", sagte die siebenmalige Weltmeisterin. In der Gesamtwertung liegt die Vorjahressiegerin bei noch vier Einzelrennen mit 579 Punkten weiter auf dem vierten Rang, der Rückstand auf Spitzenreiterin Kuzmina (673) beträgt allerdings schon 94 Zähler. Für einen Sieg gibt es 60 Punkte. Zweite ist Kaisa Mäkäräinen (667) aus Finnland, Dritte die Weißrussin Darja Domratschewa (581), die in Norwegen Zweite wurde. In der Verfolgung am Sonntag sind Dahlmeiers Podestchancen aufgrund des Rückstands eher gering.

Die deutschen Skijäger und auch ihre Teamkolleginnen müssen sich in der kommenden Saison derweil auf Veränderungen im Trainerstab einstellen. Nach Tobias Reiter, Assistenztrainer des Frauenteams, wird auch Männer-Co Andreas Stitzl das Team nach der Saison verlassen. Während Männer-Cheftrainer Mark Kirchner weitermacht, ist auch die Zukunft von Damentrainer Gerald Hönig offen. Der Thüringer betonte jedoch, für eine weitere Zusammenarbeit offen zu sein.

Ergebnisse: Herren, 10 km Sprint: 1. Henrik L'Abee-Lund (Norwegen) 26:10,3 Min./0 Schießf.; 2. Johannes Thingnes Bö (Norwegen) +6,1 Sek./1; 3. Martin Fourcade (Frankreich) +6,9/0; ... 6. Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) +16,8/1; ... 9. Benedikt Doll (Breitnau) +35,2/1; 13. Roman Rees (Freiburg im Breisgau) +43,5/0; 36. Erik Lesser (Frankenhain) +1:25,2 Min./2; 53. Simon Schempp (Uhingen) +2:10,7/4; 63. Johannes Kühn (Reit im Winkl) +2:21,2/5

Damen, 7,5 km Sprint: 1. Anastasiya Kuzmina (Slowakei) 21:31,8 Min./1 Schießf.; 2. Darja Domratschewa (Weißrussland) +8,9 Sek./0; 3. Julia Dschima (Ukraine) +29,2/0; 4... 6. Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) +46,2/0; 25. Vanessa Hinz (Schliersee) +1:29,2/2; 28. Laura Dahlmeier (Garmisch-Partenkirchen) +1:30,9/2; 30. Franziska Preuß (Haag) +1:37,9/2

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