09.02.2018 - 21:36 Uhr
Deutschland & Welt

Das Feuer brennt Olympische Winterspiele in Pyeongchang eröffnet

Das olympische Feuer brennt in Pyeongchang. In der Eröffnungsfeier der Winterspiele sendet der gemeinsame Einmarsch der süd- und nordkoreanischen Sportler ein Zeichen der Hoffnung. Das deutsche Team hofft indes auf erfolgreichere Spiele als 2014 in Sotschi.

Die russischen Sportler liefen hinter der Olympischen Fahne ein. Bild: Daniel Karmann/dpa
von Agentur DPAProfil

Pyeongchang. Noch vor dem Entzünden des olympischen Feuers lieferten die starken Gesten der koreanischen Versöhnung den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang ihre ersten großen Momente. Auf der Ehrentribüne des Olympiastadions beklatschten am Freitag Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In und Kim Yo Jong, die Schwester von Nordkoreas Kim Jong Un, den gemeinsamen Einmarsch der Athleten beider Länder bei der Eröffnungsfeier mit dem Motto "Frieden in Bewegung".

Der anschließende Händedruck von Moon mit Kim Yo Jong nährte die zarte Hoffnung auf eine vorsichtige Annäherung der beiden Staaten nach der Zuspitzung des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm im vergangenen Jahr.

IOC-Chef Thomas Bach sah in dem Einmarsch ein Beispiel "für die einzigartige Kraft des Sports, Menschen zu vereinen". "Alle Athleten um mich herum, alle Zuschauer hier im Stadion und alle Olympia-Fans, die rund um die Welt zuschauen... Wir alle sind von dieser wunderbaren Geste berührt", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in seinem Grußwort. "Wir alle schließen uns Ihnen an und unterstützen Sie in Ihrer Friedensbotschaft."

Milliarden-Publikum

Bei Temperaturen um minus zwei Grad und einem unangenehmen Wind mochte bei der Eröffnungsfeier trotz des farbenprächtigen Licht- und Musikspektakels der Funke auf das Publikum zunächst kaum überspringen. Als die süd- und nordkoreanischen Sportlern vor 35 000 Zuschauern und einem Milliarden-Publikum weltweit an den Fernsehern in das Stadion kamen, änderte sich das. 22 Athleten hat Nordkorea zu den Spielen in den Süden geschickt. Das IOC hatte den kurzfristigen Start der Nordkoreaner möglich gemacht. Die nordkoreanische Eishockeyspielerin Hwang Chung Gum und der südkoreanische Bobfahrer Won Yun Jong führten beim Einmarsch das Team an und schwenkten gemeinsam die Vereinigungsflagge.

Wenig später überbrachten die Eishockeyspielerinnen Park Jongah (Südkorea) und Jong Su Hyon (Nordkorea), die in einem gemeinsamen Team bei den Winterspielen antreten, gemeinsam die olympische Fackel an die südkoreanische Eiskunstlauf-Ikone Kim Yuna. Die Olympiasiegerin von 2010 entzündete um 22.09 Uhr Ortszeit das olympische Feuer. 27 Minuten zuvor hatte Südkoreas Staatspräsident Moon vor den Augen unter anderen von US-Vizepräsident Mike Pence, Japans Premierminister Shinzo Abe, UN-Generalsekretär António Guterres und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet. Mit der traditionellen Formel "Ich erkläre die XXIII. Olympischen Winterspiele von Pyeongchang für eröffnet" gab er das Startsignal für das dritte Weltfest des Wintersports in Asien nach 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano.

Grenze zu Nordkorea

An dem Spektakel auf Eis und Schnee in der an Nordkorea grenzenden Provinz Gangwon nehmen über 2900 Sportler aus 92 Ländern teil. In den kommenden 16 Tagen werden in 102 Wettbewerben Medaillen vergeben. Südkorea ist zum zweiten Mal Schauplatz Olympischer Spiele nach den Sommerspielen 1988 in der Hauptstadt Seoul.

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/1815174

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