10.12.2017 - 22:14 Uhr
Sport

Das jubelnde Quartett Dahlmeier führt deutsche Biathlon-Staffel zum Sieg

Über das Weltcup-Finale in Hochfilzen konnten sich die deutschen Biathleten freuen. Die Frauen- und die Männer-Staffel schafften es auf das Podest. Und Laura Dahlmeier war endlich nicht mehr traurig.

von Agentur DPAProfil

Hochfilzen. Laura Dahlmeier konnte endlich wieder lachen. Zusammen mit Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand und Maren Hammerschmidt durfte die siebenmalige Weltmeisterin beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen doch noch ganz oben auf das Podest klettern und hat ihre Ambitionen auf Olympia-Gold unterstrichen. "Das gibt Selbstvertrauen für die nächsten Rennen", sagte die 24-Jährige: "Der Sieg tut uns allen gut." Vor 10 900 Zuschauern brachte die Schlussläuferin den sechsten Staffel-Sieg in Serie und den ersten Saison-Erfolg sicher vor Olympiasieger Ukraine und Frankreich nach Hause. Im Ziel wurde Deutschlands Biathlon-Königin von ihren Teamkolleginnen begeistert umarmt. "Es war ein total schönes Gefühl mit diesem Riesenvorsprung ins Ziel zu laufen. Ich bin unheimlich happy und dankbar, dass es so gut ausgegangen ist", sagte Dahlmeier.

"Wir sind im Fahrplan"

Zuvor war die Männer-Mannschaft mit Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Schlussläufer Simon Schempp in einer Windlotterie mit 17 Nachladern und einem Rückstand von fast zwei Minuten starker Zweiter hinter den ohne die Bö-Brüder angetretenen Norwegern geworden. "Wir sind im Fahrplan und gut dabei", sagte Bundestrainer Mark Kirchner, auch wenn Weltmeister Simon Schempp in den beiden Einzelrennen das Podest als Vierter knapp verpasst hatte.

Für Dahlmeier war das abschließende Rennen in Hochfilzen eine Art Therapie. Am Vortag noch hatte sie darüber nachgedacht, abzureisen. "Die Trainer haben mir gesagt, ich brauch' die Rennen", sagte sie. Die Bayerin hatte sich nach Platz zehn in der Verfolgung die Tränen aus den Augen gewischt - so unzufrieden war sie mit ihrer Leistung. "Ich habe schon gesehen, dass ich nicht ganz da stehe, wo ich gerne stehen würde. Es war läuferisch sehr zäh gestern."

Hohe Erwartungen

Trotz ihres verspäteten Einstieges war sie mit hohen Erwartungen an den Ort ihres Wintermärchens gekommen, auch wenn sie öffentlich immer tiefgestapelt hatte. Fünfmal Gold, einmal Silber in sechs WM-Rennen - noch immer überstrahlt der Erfolg vom Februar alles.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.