01.04.2018 - 20:34 Uhr
Deutschland & Welt

Der 1. FC Nürnberg hat nach dem 1:1 gegen Dresden eine Torhüter-Diskussion Fliegt Bredlow aus dem Club-Kasten?

Dresden. Hanno Behrens versuchte die ganze Sache am Ostersamstag irgendwie lustig zu nehmen: "Das war so ein Eier-Tor." Club-Trainer Michael Köllner verstand dagegen keinen Spaß: "Das kann man so sehen", antwortete er auf die Frage, ob die Aktion vor dem Führungstreffer der Dresdener ein Torwartfehler von Fabian Bredlow gewesen sei.

Club-Torwart Fabian Bredlow (blaues Trikot/Szene aus dem Spiel gegen Union Berlin) patzte in Dresden entscheidend. Gut möglich, dass am Samstag gegen Heidenheim wieder Thorsten Kirschbaum im Tor steht. Bild: Maurizio Gambarini/dpa
von Josef Maier Kontakt Profil

Böser Patzer gegen MSV

Der 1. FC Nürnberg hat nach dem 1:1 bei Dynamo Dresden und vor den entscheidenden Wochen in der 2. Bundesliga plötzlich eine Torwart-Diskussion. Bredlow stand seit Mitte November 2017 im Tor. Der 23-Jährige, der vor der Saison vom Drittligisten Hallescher FC ins Frankenland kam, hatte den zuvor patzenden Thorsten Kirschbaum verdrängt. Am Samstag sagte Köllner in Dresden: "Es ist ja nicht so, dass Bredlow unsere Nummer eins war." Er habe immer einen offenen Konkurrenzkampf propagiert. Sicherlich wurmte auch den Trainer, dass Bredlow den Ball nach einer Flanke von Dynamos Philip Heise den Ball so abwehrte, dass Rico Benatelli nur noch zum 1:0 (45.) für die Gastgeber einnicken musste. Schon vor sechs Wochen war Bredlow ein böser Patzer gegen Duisburg samt Gegentor unterlaufen - beim 3:1 fiel der nicht ins Gewicht. Zudem hatte der gebürtige Berliner in den letzten Wochen immer wieder die ein oder andere Unsicherheit gezeigt. "Thorsten hat zuletzt im Test gegen den SV Ried super gehalten", lobte Köllner am Samstag Kontrahent Kirschbaum. Nur sei es so, dass Kirschbaum immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen habe. "Jetzt freut es mich, dass Thorsten wieder dran ist." Der Kampf im Club-Tor scheint offener denn je. "Wer sich in dieser Woche im Training gut präsentiert, der spielt gegen Heidenheim", erklärte Köllner noch.

Margreitter rechnet nicht

Am Samstag muss der FCN gegen den Tabellensechzehnten unbedingt siegen. Zwei Punkte hat der Club als Zweitliga-Zweiter weiter Vorsprung auf Verfolger Holstein Kiel. Gegen Heidenheim muss aber offensiv viel mehr kommen, als gegen Dresden. Aber, so sagt Georg Margreitter: "Vorne tun wir uns momentan schwer, deshalb dürfen wir uns hinten maximal ein Gegentor leisten, um etwas mitzunehmen." Neben dem Ausgleichstor von Hanno Behrens (53.) hatte der Club nur noch zwei gute Chancen. Den Blick auf die Tabelle verkneift sich Margreitter, der kommenden Samstag auf seinen gesperrten Nebenmann Ewerton verzichten muss, in dieser Zeit: "Wenn du nicht voll punktest, kannst du rumrechnen wie du willst." Diesem Nachmittag in Sachsen konnte der Österreicher nicht viel abgewinnen.

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