Der Weltfußballer des FC Barcelona hat noch eine Rechnung offen
Messi brennt auf Schweini & Co.

Lionel Messi (links) und Xavi Hernandez vom FC Barcelona wollen auch im Halbfinale der Champions-League gegen den FC Bayern allen Grund zum Jubeln haben. Bild: dpa
Mit einem Psychospielchen um den Einsatz von Lionel Messi will der FC Barcelona den FC Bayern verunsichern. Der "Wunderfloh" wurde nur unter Vorbehalt in den Kader für das Halbfinal-Hinspiel am Dienstag in der Münchner Allianz-Arena aufgenommen. Doch der Stürmer ist seit Tagen fit. Das wissen und schreiben auch die spanischen Medien. "Messi ist heiß", titelte das Blatt "Sport" am Montag auf Seite eins. Barça-Coach Tito Vilanova habe den "Hurrikan" nur mit Mühe davon abhalten können, die Generalprobe am Samstag daheim gegen UD Levante (1:0) mitzumachen, hieß es.

Dagegen lässt der FC Barcelona verlauten: Die Ärzte hätten nach der Anfang des Monats im Viertelfinal-Hinspiel bei Paris Saint-Germain (2:2) erlittenen Muskelverletzung im rechten Oberschenkel noch kein grünes Licht gegeben. Erst Dienstag werde man mehr wissen.

Der Argentinier wolle knapp drei Jahre nach der 0:4-Pleite gegen Deutschland im WM-Viertelfinale 2010 unbedingt die "offene Rechnung begleichen" und "Rache üben an den fünf Profis des FC Bayern München", die damals in Südafrika im DFB-Team standen, schrieb die katalanische Zeitung "El Mundo Deportivo" am Montag. Nach dem WM-Aus schloss sich Messi im Hotelzimmer ein und heulte stundenlang.
Abwehrmann Gerard Piqué ist zuversichtlich, dass Messi die Revanche gegen Manuel Neuer, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Jérome Boateng gelingen wird. Um zu verstehen, wie wichtig der Argentinier auch in einem Team mit so vielen Weltklassefußballern um die Welt- und Europameister Xavi, Andrés Iniesta, Piqué, Busquets & Co. ist, reichen ein paar Zitate: "Er hat Zauberkräfte", sagte der brasilianische Teamkollege Dani Alves. Der 1,69-Meter-Mann ist auf dem Platz nicht nur wegen seiner Tore ein Riese. Er gebe dem Team auch Selbstvertrauen, "denn er macht alles einfacher", sagt Piqué. Das wurde beim Rückspiel gegen Paris im Camp Nou deutlich, als der noch angeschlagene Star beim Stand von 0:1 eingewechselt wurde und auch auf einem Bein den bis dahin überlegenen Gegner einschüchterte, Kameraden und Fans "wiederbelebte" und maßgeblich zum 1:1 und zum Weiterkommen der Katalanen beisteuerte.

Nicht nur wegen Messi wird Barça in München auf - einen allerdings "kontrollierten" - Sturm mit Pedro und Alexis an der Seite des Torjägers setzen. Die für Topverhältnisse relativ schwach besetzte Bank der Katalanen fordert im Saison-Endspurt Tribut. Da im 21-Mann-Kader Carles Puyol und Javier Mascherano wegen Verletzungen und Adriano wegen einer Sperre fehlen, wird der unerfahrene Marc Bartra mit Piqué die Innenverteidigung bilden.

Erster Sieg in München?

Der eigenen Abwehrschwäche und der Stärke der Bayern sind sich am Montjuic derweil alle bewusst. "Das wird brutal", räumt Xavi ein. Mut macht aber, dass das Team seit 17 Pflichtspielen gegen deutsche Clubs (14 Siege) nicht verloren hat. Nun soll der erste Sieg in München gelingen.
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