01.09.2014 - 00:00 Uhr
Sport

Deutsche Judokas können historische WM-Pleite abwenden Doch noch Medaillen

Karl-Richard Frey sorgte mit seinem Sieg gegen den Russen Tagir Khaibulaev für die einzige deutsche Einzelmedaille bei der WM. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Bei herrlichem Spätsommerwetter am Ural sah die deutsche Judo-Welt am Ende dann doch nicht mehr ganz so düster aus. Dank Karl-Richard Freys Bronzemedaille blieb der Auswahl bei der WM im russischen Tscheljabinsk eine historische Schmach erspart, mit zwei dritten Plätzen in den Teamwettkämpfen sorgten die Männer und Frauen sogar für einen recht versöhnlichen Abschluss nach ganz schwachem Beginn. "Wir haben damit etwas erreicht, das wir uns nicht vorstellen konnten", sagte Peter Frese. Regelrecht euphorisch hatte der Chef des Deutschen Judo-Bundes (DJB) schon davor von der Stimmung im Team berichtet, von den Sportlern, die "um ihr Leben gekämpft haben".

Das hatte am Freitag ganz anders geklungen, als die Deutschen den vierten Tag in Serie mit hängenden Köpfen von den Matten schlurften. Dem DJB hatte die größte WM-Pleite seit 49 Jahren gedroht: Seit 1967 sind nämlich immer Einzelmedaillen für die deutschen Athleten herausgesprungen. Und nur weil Außenseiter Frey über sich hinauswuchs, hielt die Serie. Der DJB-Ehrenretter konnte nach dem größten Erfolg seiner Karriere die Tränen im Interview kaum noch zurückhalten. "Ich habe einfach alles ausgeblendet und mein Ding gemacht", erklärte der 23-Jährige, nachdem er den Olympiasieger Tagir Chajbulajew aus Russland im Bronze-Kampf der Klasse bis 100 Kilogramm überraschend durch Yuko bezwungen hatte.

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