Deutsche Meisterschaften im Straßenlauf
Regensburger trumpfen im Schwarzwald auf

Florian Orth (links) und Philipp Pflieger im Gleichschritt Richtung Ziel. Bild: rik

Bad Liebenzell am Rande des Schwarzwalds ist ein gutes Pflaster für die erfolgsverwöhnten Langstreckler der LG Telis Finanz. Das stellten die "Blauen" am vergangenen Sonntag bei den deutschen Straßenlauf-Meisterschaften über 10 Kilometer wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis.

Bad Liebenzell. Mit dem Doppelsieg in der U23 durch Franzi Reng und Miriam Dattke, den Einzelmedaillen bei den Frauen und Männern durch Silbermedaillengewinner Simon Boch, sowie den beiden Bronze-Leuten Coco Harrer und Philipp Pflieger, der logischen Konsequenz dreier Teamtitel bei Männer, Frauen und U23, summierte sich das Ganze bei den deutschen Straßenlaufmeisterschaften in Bad Liebenzell über die zehn Kilometer zu vielen Podestplätzen. "Wir waren nahe am Optimum, zu den beiden Einzeltiteln hat nur ein wenig das Glück gefehlt", fasste am Ende Telis-Teamchef Kurt Ring den Tag zusammen.

Die Konstellation des Männerrennens sollte ein Krimi mit schlecht voraussehbarem Ende werden. Schon vor dem Startschuss waren sich darüber alle Experten einig. So war denn auch an taktischen Geplänkeln, Tempoverschärfungen und faszinierenden Schlusskilometern alles dabei, was die Herzen der zahlreichen Fans am Straßenrand höher schlagen ließ.

Telis-Marathoni Philipp Pflieger drückte von Anfang an gehörig aufs Tempo und zwang damit den gesundheitlich etwas angeschlagenen Topfavoriten Arne Gabius bereits nach zwei Kilometer zum Aufgeben, den Rattenschwanz von etwa zehn Verfolgern, mittendrin auch seine beiden Teamkollegen Simon Boch und Florian Orth, wurde er aber nicht los. "Bei sechs Kilometern wäre es mir fast gelungen, alle abzuhängen", kommentierte der Regensburger eine der entscheidenden Stellen des Rennens, an der letztendlich auch die Führungsgruppe merklich ausdünnte. Als es auf die letzten beiden Kilometer ging, sah man plötzlich ein Telis-Trio mit Boch, Orth und Pflieger ganz vorne. Zu Beginn des finalen Kilometer blies dann Simon Boch zur Attacke, mit der Folge, dass nur noch Geheimfavorit Amanal Petros (SV Brackwede), der Zweite der U23-EM über 10. 0000 meter, dran bleiben konnte. Der konterte schließlich den Regensburger mit 29:02min und einer Sekunde Vorsprung knapp aber sicher aus. "Vielleicht habe ich meinen Punch etwas zu früh gesetzt. Letztendlich muss man aber sagen, dass Amanal heute eben einen Tick besser war", zeigte sich der Regensburger am Ende als fairer Verlierer. In 29:08 Minuten holte er aber dennoch Bronze.
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