05.09.2014 - 00:00 Uhr
Sport

Deutsche Springreiter verpassen bei WM in Caen eine Medaille - Olympia-Qualifikation kein Trost "Das ist bitter": ein Fehler zu viel

Die deutschen Springreiter sind bei den Weltmeisterschaften in Caen knapp an der erhofften Medaille vorbeigeritten. Die Equipe musste sich am Donnerstag vier Jahre nach dem Titel-Triumph in Lexington im Team-Wettbewerb mit Platz vier begnügen.

von Agentur DPAProfil

Am Ende trennte die Deutschen 0,10 Strafpunkte vom Bronze-Rang. Neuer Weltmeister wurde vor 21 000 Zuschauern im ausverkauften Fußball-Stadion des französischen Erstligisten SM Caen das Team der Niederlande (12,83 Strafpunkte) vor den Gastgebern (14,08) und den USA (16,72).

"Wir haben vorher erwartet, dass es eng wird. Wir hatten eine Nullrunde mehr gebraucht. Die hatten wir nicht. Das ist bitter", sagte Bundestrainer Otto Becker im ZDF. Mit einem Abwurf hatte Altmeister Ludger Beerbaum auf Chiara als letzter deutscher Starter das mögliche Edelmetall verpasst. Deutsche Springreiter hatten bislang 1994, 1998 und 2010 den Team-Titel gewonnen. "Das ist absolut enttäuschend", meinte Beerbaums Teamkollege Daniel Deußer.

Trotz Platz vier trugen auch die Springreiter zu einer starken Gesamtbilanz der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in den drei olympischen Disziplinen bei: In der ersten WM-Woche hatten die Dressur- und die Vielseitigkeits-Mannschaften Rang eins belegt. Zudem schafften die Springreiter ebenso die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. "Das war unser Minimalziel", meinte Becker.

Der Final-Durchgang begann optimal für seine Equipe. Christian Ahlmann schaffte mit dem sprunggewaltigen Codex one eine Nullrunde in dem schweren Parcours.

Weniger gut lief es für Marcus Ehning. Der 40-Jährige patzte mit Cornado am vorletzten Sprung, dazu kam noch ein Strafpunkt wegen Zeitüberschreitung. "Vor der letzten Kombination fingen die Leute an zu pfeifen wegen der Zeit. Das hat ihn abgelenkt", sagte der Routinier, der beim Titelgewinn in Lexington 2010 dabei war. Deußer folgte mit Cornet d'Amour ebenfalls mit einem Abwurf, durch den die Deutschen ihre zwischenzeitliche Führung verloren. "Das ist ärgerlich. Ich hatte einen um", sagte der deutsche Meister in der typischen Reitersprache.

So blieb es an Beerbaum, seiner Equipe die Medaille zu bescheren. Doch dem 51-Jährigen gelang das Kunststück nicht.

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