01.09.2014 - 00:00 Uhr
Sport

Deutsche Vielseitigkeitsreiter mit WM-Titel im Team und im Einzel durch Sandra Auffarth Doppelgold im Sattel

Goldener WM-Sonntag für die deutschen Vielseitigkeitsreiter: Nach dem Mannschaftsgold für das Quartett um Doppel-Olympiasieger Michael Jung war bei den Weltreiterspielen im französischen Caen auch Sandra Auffarth in der Individual-Wertung nicht zu schlagen.

Das deutsche Quartett der Vielseitigkeitsreiter Sandra Auffarth, Dirk Schrade, Michael Jung und Ingrid Klimke (von links) jubeln nach seinem WM-Gewinn. Auffarth hatte doppelten Grund zur Freude, denn sie gewann auch den Einzelwettbewerb vor Jung. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Die 27-Jährige holte mit ihrem Wallach Opgun Louvo souverän den Sieg, Jung musste sich in der Einzelkonkurrenz auf seiner Stute Rocana mit Silber zufriedengeben und setzte damit in der Normandie seine unglaubliche Erfolgsserie fort. Der 32-Jährige aus Horb hat in den vergangenen drei Jahren alle möglichen Titel bei Championaten geholt und gewann bei den Olympischen Spielen in London sowie bei zwei Europameisterschaften jeweils Doppel-Gold.

Als Sandra Auffarth den goldenen Start-Ziel-Sieg für das Team Jung, Ingrid Klimke aus Münster mit Escada und Dirk Schrade aus Sprockhövel mit Hop and Skip perfekt machte, fielen sich ihre Mitstreiter in die Arme. Die Schlussreiterin des Vielseitigkeits-Teams behielt die Nerven und konnte es nach ihrem fehlerlosen Ritt selbst kaum fassen. "Das ist Wahnsinn. Ich kann es kaum glauben", sagte die strahlende Weltmeisterin aus Ganderkesee und schwärmte über Opgun Louvo: "Ich habe noch nie ein solches Pferd reiten dürfen."

Trainer Hans Melzer war nach dem zweiten deutschen Mannschaftsgold nach der WM 2006 in Aachen absolut begeistert von Auffarths Nervenstärke. "Die kann man gar nicht erschrecken", sagte der Bundestrainer.

Voraussetzung für die Medaillen am Sonntag war der starke Auftritt am Vortag im Gelände. Nach dem zwischenzeitlichen Verlust der Führung hatte Sandra Auffarth das Team wieder auf Gold-Kurs gebracht. Die Olympia-Dritte zeigte als letzte Starterin auf dem Geländekurs von Haras du Pin eine starke Leistung und sorgte an einem turbulenten Gelände-Tag für ein glückliches Ende. Aber auch Jung bewies einmal mehr seine Extraklasse. In der Normandie saß er im Sattel der erst neunjährigen Stute Rocana, die er kurzfristig für sein verletztes Erfolgspferd Sam einsetzen musste.

Überschattet wurde die Vielseitigkeit durch den Tod des Pferdes Wild Lone. "Ich denke, dass der Tod meines Pferdes nichts mit den Bedingungen der Prüfung zu tun hat", beeilte sich der britische Reiter Harry Meade zu betonen. Sein 13 Jahre alter Wallach war nach dem Cross Country tot zusammengebrochen.

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