21.05.2018 - 22:10 Uhr
Deutschland & Welt

DFB-Pokal Frust auch bei den Bayern-Frauen

Die Fußballerinnen des FC Bayern waren nah dran. Am Ende dürfen aber die Wolfsburgerinnen ihren fünften Pokalsieg feiern. Der FC Bayern kämpft mit Frust.

Grenzenlose Enttäuschung bei den Fußballerinnen des FC Bayern: Gegen den Favoriten VfL Wolfsburg unterlagen die Münchenerinnen im Elfmeterschießen und verpassten damit ganz knapp eine Pokal-Überraschung. Bild: Marcel Kusch/dpa
von Agentur DPAProfil

Köln/München. Ihre Tränen konnten die Fußballerinnen des FC Bayern nicht zurückhalten. In einem packenden DFB-Pokalfinale verpassten die Münchnerinnen gegen den VfL Wolfsburg ihren zweiten Sieges-Coup nach 2012 und mussten ihren Frust bekämpfen. "Es ist eine bittere Niederlage. Wir haben Wolfsburg 120 Minuten einen großen Kampf geliefert", sagte Bayern-Coach Thomas Wörle am Samstag in Köln nach dem 2:3 nach Elfmeterschießen.

Die Münchnerinnen präsentierten sich vor 17 692 Zuschauern gegen das laut Wörle "derzeit beste Team Europas" lange auf Augenhöhe. Umso deprimierender war der K.o. im Nachsitzen. "Das ist ein bitterer Moment für die ganze Mannschaft. Wir haben gut gespielt, aber das Elfmeterschießen war unglücklich", konstatierte Verteidigerin Simone Laudehr. "So ekelhaft ist Fußball."

Strahlende Gesichter gab es indes bei den Wolfsburgerinnen, die zum fünften Mal den DFB-Pokal gewannen. Torhüterin Almuth Schult avancierte zur Heldin im Elfmeterkrimi und gab dann gleich das nächste Ziel aus. "Jetzt wollen wir aus dem Double das Triple machen. Mir wäre es auch egal, ob es wieder ins Elfmeterschießen geht. Hauptsache, wir gewinnen", sagte die Nationaltorhüterin mit Blick auf das Champions-League-Finale am Donnerstag in Kiew gegen den französischen Titelverteidiger Olympique Lyon. Dass nach dem fünften Pokalsieg - dem vierten in Serie - bereits das nächste Highlight in den Fokus rückte, spricht für den ungebrochenen Ehrgeiz und Titelhunger der 27 Jahre alten Keeperin.

Wenige Minuten zuvor wurde sie nach dem 120-minütigen, zunächst torlosen Kraftakt im Finale gegen Bayern München als Matchwinnerin gefeiert. Mit Glanzparaden entschärfte sie die Strafstöße von Melanie Behringer und Lucie Vonkova, Bayern-Abwehrspielerin Kristin Demann traf die Latte. "Es gehört Glück und das richtige Bauchgefühl dazu", sagte Schult.

Als Caroline Hansen den letzten Strafstoß zum 3:2 verwandelte hatte, sank sie auf die Knie. "Ich bin einfach glücklich, dass wir den Pokal geholt haben", sagte die Norwegerin, die anschließend unter dem Pulk ihrer Mitspielerinnen im Rhein-Energie-Stadion fast erdrückt wurde.

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