25.02.2018 - 21:36 Uhr
Deutschland & Welt

Die Olympische Flamme ist erloschen Danke Pyeongchang, auf nach Peking

"Annyeong Pyeongchang - Ni Hao, Peking!", hieß es am Sonntag bei der Schlussfeier der XXIII. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Südkorea feiert sich noch einmal selbst.

von Agentur DPAProfil

Pyeongchang. Schrill, bunt, laut - und mit Symbolen des Friedens: Die Winterspiele in Pyeongchang sind seit Sonntag um 21.40 Uhr (13.40 Uhr MEZ) Geschichte und sollen als Hinterlassenschaft der unruhigen Region entspanntere Zeiten geben. Das ist jedenfalls die Hoffnung von IOC-Chef Thomas Bach. "Athleten aus Süd- und Nordkorea, ihr habt mit eurem gemeinsamen Einmarsch euren Glauben an eine friedliche Zukunft geteilt. Ihr habt gezeigt, dass der Sport die Leute in einer fragilen Welt zusammenbringen kann. Ihr habt gezeigt, wie der Sport Brücken bauen kann", rief der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees am Sonntag zum Ende des 17-tägigen Spektakels.

Es war einer der emotionalsten Momente der gut zweistündigen Schlussfeier. Nordkoreas Eiskunstläuferin Ryom Tae Ok, Südkoreas Skeleton-Sieger Yun Sungbin, Tonga-Mann Pita Taufatofua und Sportler der kommenden vier Olympischen Spiele, darunter US-Skistar Lindsey Vonn und Frankreichs Biathlon-König Martin Fourcade, hatte Bach auf der großen Bühne um sich geschart und ein Symbol des Friedens senden wollen. Anschließend erlosch um 21.53 Uhr das olympische Feuer. Nur Russlands Fahne fehlte nach zwei Dopingfällen weiter, die Sanktionen wurden am Sonntagmorgen auch für die Schlussfeier ausgedehnt.

Bach sprach nach einer für Südkorea typischen bunten Lichterschau und Popklängen zwar nicht von den besten Winterspielen der Geschichte, über Komplimente durften sich Staatspräsident Moon Jae In und OK-Chef Lee Hee Beom trotzdem freuen. Es seien "Spiele der neuen Horizonte" gewesen, eine Hommage an die Vergangenheit und ein Akt des Glaubens an die Zukunft.

Die Zukunft auf der koreanischen Halbinsel wird aber wohl weniger durch den Sport, als eher durch die Politik bestimmt. Dass US-Präsidententochter Ivanka Trump auf der Ehrentribüne in unmittelbarer Nähe zum berüchtigten General Kim Yong Chol aus Nordkorea saß, mag vielleicht etwas mehr als eine protokollarische Fußnote gewesen sein.

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