Dortmund und Leipzig in der Europa-League
Kein Ruhekissen

Eine Szene aus dem Hinspiel: Leipzigs Konrad Laimer (rechts) und St. Petersburgs Daler Kuzyaev kämpfen um den Ball. Die Leipziger müssen einen 2:1-Vorsprung verteidigen. Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Die Ausgangspositionen für die Rückspiele im Achtelfinale der Europa-League sind für RB Leipzig und Borussia Dortmund alles andere als beruhigend. Angesichts des Drucks, der auf den Vereinen lastet, wäre ein Weiterkommen enorm wichtig.

St. Petersburg/Salzburg. Die einen wollen gewinnen, die anderen müssen: In den Achtelfinal-Rückspielen der Europa-League steht für RB Leipzig und Borussia Dortmund in St. Petersburg und Salzburg eines aber fest: Verlieren verboten. RB ist mit einem trügerischen 2:1-Polster in die russische Metropole gereist, Borussia läuft einem 1:2 aus dem Hinspiel hinterher.

Beim 37-Stunden-Trip an die russische Ostseeküste will RB Leipzig schnell für klare Verhältnisse sorgen. "Wir werden das Spiel so angehen, dass wir uns nicht hinten einigeln und 70 oder 90 Minuten drauf hoffen, dass wir kein Tor kassieren", betonte Trainer Ralph Hasenhüttl. "Dann kassierst du eins und bist raus." Je früher das Rückspiel am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky) und damit auch der Einzug in das Viertelfinale der Europa-League entschieden ist, umso besser für die Leipziger. Nur drei Tage später wollen sie im Spitzenspiel der Bundesliga auch noch die mögliche vorzeitige Meisterkrönung der Bayern verhindern.

Unfreiwillig verzichten muss Hasenhüttl wohl auf keinen seiner Spieler. Beim Abschlusstraining, das Mittwochvormittag noch auf dem RB-Trainingsgelände stattfand, waren auch die zuletzt angeschlagenen Kevin Kampl und Konrad Laimer dabei.

Beim Trip von Borussia Dortmund in die Mozartstadt beginnt auch die Zeit der Endspiele für Trainer Peter Stöger bezüglich seiner Weiterbeschäftigung. Eine weitere Schlappe gegen den FC Salzburg - in der österreichischen Bundesliga als Red Bull Salzburg am Start - am Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und Sport1) dürfte die Verhandlungsposition des Fußball-Lehrers um eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus kaum verbessern. "Wir haben noch eine Möglichkeit, das zu reparieren. Gelingt uns das, wird es wunderbar sein. Gelingt uns das nicht, wird es die nächste Diskussion geben", sagte der Österreicher. "Wir stehen gefühlt richtig in der Kritik, das merken die Jungs auch, obwohl sie seit Mitte Dezember kein Meisterschaftsspiel mehr verloren haben. Die Situation ist nicht einfach", klagte der Bosz-Nachfolger. Vor allem mit dem Wandel vom mitunter berauschenden Erlebnis- zum nüchternen Ergebnisfußball tun sich viele Fans des Revierclubs schwer.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.