28.02.2018 - 22:34 Uhr
Deutschland & Welt

Drei Härtetests für DFB-Frauen Beim SheBelieves Cup gegen USA, England und Frankreich

Die DFB-Frauen starten beim SheBelieves Cup ins Länderspiel-Jahr. Die Partien gegen Gastgeber und Weltmeister USA, England und Frankreich sind für die Auswahl echte Härtetests. Und für Bundestrainerin Steffi Jones ein weiterer Neuanfang.

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft steht beim SheBelieves Cup vor drei Härtetests gegen Gastgeber USA, England und Frankreich. Bundestrainerin Steffi Jones weiß, dass die Mannschaft und auch sie selbst nach den Enttäuschungen im vergangenen Jahr unter besonderer Beobachtung stehen. Bild: Uwe Anspach/dpa
von Agentur DPAProfil

Columbus. Herausforderung für die Spielerinnen, Bewährungsprobe für die Bundestrainerin: Steffi Jones und die deutsche Frauen-Nationalmannschaft starten an diesem Freitag mit großer Zuversicht und neuer Angriffslust ins Fußball-Jahr. Mit guten Auftritten beim hochkarätig besetzten Vier-Länder-Turnier in den USA vom 1. bis 8. März will das Team in eine erfolgreichere Zukunft aufbrechen. "Die Mannschaft ist fokussiert, arbeitet gut. Wir freuen uns, uns mit so starken Gegnern messen zu können", sagte Jones nach den ersten Trainingseinheiten in Columbus, wo die DFB-Elf am Freitag (01.00 Uhr MEZ) zunächst auf Weltmeister USA trifft.

Danach folgen die Duelle mit dem WM-Dritten England am Sonntag (21 Uhr MEZ) in Harrison und zum Abschluss am 7. März (22 Uhr MEZ) in Orlando mit dem Weltranglisten-Sechsten Frankreich. Gute Nachricht für alle Fans: Alle drei deutschen Spiele beim SheBelieves Cup werden von Sport1 live im frei empfangbaren Fernsehen übertragen.

Das EM-Debakel mit dem Viertelfinal-Aus gegen Dänemark und die Pleite im WM-Qualifikationsspiel gegen Island (2:3) sind aufgearbeitet. Nach vielen Gesprächen mit der DFB-Führung um Präsident Reinhard Grindel spürt die 45 Jahre alte Jones wieder das Vertrauen, steht aber weiter unter Erfolgsdruck. Mit Top-Leistungen in den USA kann das Team um Spielführerin Dzsenifer Marozsan ihrer Trainerin den Rücken stärken und verloren gegangenes Renommee zurückgewinnen.

"Auch wenn das letzte Jahr nicht das beste für uns war, gehören wir immer noch zur Weltspitze", betonte Stürmerin Alexandra Popp vor den Härtetests. "Es ist wichtig, gegen solche Mannschaften zu spielen, um uns weiterzuentwickeln und auf die WM-Qualifikation einzustellen." Denn über allem steht die WM-Teilnahme in Frankreich, die vor den restlichen Qualispielen im April gegen Tschechien und in Slowenien sowie im September auf Island und auf den Färöern noch nicht sicher ist.

Nicht zuletzt deshalb ist die Zeit der Experimente nun vorbei. "Es ist keine Testphase mehr. Wir wollen größtmöglichen Erfolg, jedes Spiel gewinnen und nicht ständig die Anfangsformation ändern", sagte Jones vor dem dritten und wohl letzten Auftritt bei dem Turnier. Wegen der Reisestrapazen und der hohen Belastung passt es nicht so recht ins Konzept. "Der Aufwand ist immens", gestand die Trainerin.

Die Mannschaft ist fokussiert, arbeitet gut. Wir freuen uns, uns mit so starken Gegnern messen zu können.Bundestrainerin Steffi Jones
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