11.02.2018 - 21:10 Uhr
Deutschland & Welt

Dreßen schaut Filme Olympia-Abfahrt vom Winde verweht

Pyeongchang. Die unerwartete Freizeit durch die verschobene Olympia-Abfahrt nahm Medaillenkandidat Thomas Dreßen ganz pragmatisch. "Ich werde mich ins Bett hauen und schauen, was ich für Filme auf der Festplatte habe", sagte der 24 Jahre alte Kitzbühel-Sieger der Deutschen Presse-Agentur. "So lange wir eine Abfahrt fahren, ist mir alles recht. Wann wir die fahren, ist mir relativ wurscht."

Auch auf den Skipisten, auf denen die technischen Disziplinen stattfinden, ging es am Sonntag mächtig rund. Die Abfahrt der Männer im nahen Jongseon Alpin-Zentrum wurde wegen starken Windes verschoben. Bild: Christophe Ena/dpa
von Agentur DPAProfil

Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern führten am Sonntag schon früh zu einer Verschiebung der Königsdisziplin. Neuer Termin: Donnerstag (3 Uhr MEZ). Der an dem Tag eigentlich geplante Super-G soll tags darauf stattfinden, wie die Veranstalter entschieden. An der Austragung der Alpinen Kombination am Dienstag werde festgehalten, kündigte Rennchef Markus Waldner an.

"Das ist sicher im Sinne des Sports, das steht außer Diskussion", sagte der deutsche Alpindirektor Wolfgang Maier. "Das ist die einzige richtige Entscheidung. Bei dem starken Wind wäre es ein irreguläres Rennen und man will ja einen fair ermittelten Olympiasieger."

Dreßen, Andreas Sander, Josef Ferstl und Linus Straßer geben ihr Olympia-Debüt also mit zwei Tagen Verspätung in der Kombination. "Die nehme ich genauso ernst wie davor auch. Das ist für mich eine Disziplin, wo was möglich ist, wenn ich einen guten Tag habe. Darauf werde ich mich vorbereiten", sagte Dreßen. Für Montag hat das DSV-Team nun Slalom-Training angesetzt, weil die Kombi tags darauf auf jeden Fall stattfinden soll - obwohl der Wetterbericht für den Tag immer noch Wind voraussagt. "Das wird nicht leicht, aber wir werden es irgendwie durchkriegen", sagte Rennchef Waldner. "Das Gute ist, dass wir sehr flexibel sind, weil wir Flutlicht haben. Wir könnten den Slalom auch später fahren, falls wir die Abfahrt nach hinten schieben müssen. Das ist der nächste Plan."

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