23.08.2017 - 22:18 Uhr
Sport

Eine Klasse für sich Deutsche holen erneut Dressur-Gold

Die deutschen Springreiter erlebten am Morgen einen durchwachsenen Start in die EM (siehe Bericht unten). Am Abend gab es jedoch bei den Dressur-Kollegen Grund für eine Feier.

Die deutsche Dressurreiterin Isabell Werth hätte gar nicht mehr reiten müssen. Das EM-Gold war schon vorher sicher. Bild: F. Gentsch/dpa
von Agentur DPAProfil

Göteborg. Schon vor dem letzten Ritt durfte sich das deutsche Dressur-Team über Gold im Dressur-Viereck freuen. Isabell Werth hätte gar nicht mehr reiten müssen - so überlegen gewann das Quartett um die erfolgreichste Reiterin der Welt bei der EM in Göteborg. "Das war eine starke Leistung", schwärmte Equipe-Chef Klaus Roeser am Mittwochabend. Silber ging an Dänemark, Bronze an Schweden.

"Wir waren die bei weitem stärkste Nation", sagte Sönke Rothenberger. Der 22-Jährige hatte am Mittwoch den Vorsprung so weit ausgebaut, dass die anderen Mannschaften chancenlos waren. Während Werth sich mit ihrer Stute Weihegold noch auf dem Abreiteplatz vorbereitete, schwanden die theoretischen Zweifel am deutschen Sieg mit der letzten dänischen Starterin Cathrine Dufour.

"Du bist immer nur so gut, wie die Konkurrenz es zulässt", sagte der Equipe-Chef. Roeser lobte zugleich die "Top-Leistungen" der deutschen Paare. "Ich glaube, das liegt auch an unserem Trainerteam und der ganzen Betreuung."

Mit dem Erfolg rehabilitierte sich die führende Dressur-Nation für den peinlichen Auftritt bei der Heim-EM vor zwei Jahren. In Aachen trat das Team mit dem nicht mehr fitten Wunderpferd Totilas an und erhielt nur Bronze. Am Dienstag hatten Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit Damsey und Dorothee Schneider (Framersheim) mit Sammy Davis Jr. vorgelegt und das Team weit in Führung gebracht. Am Mittwoch ritt Rothenberger mit Cosmo und sagte: "Für das Team war das heute genug, fürs Einzel müssen wir uns noch verbessern." Am Freitag gibt es Medaillen im Grand-Prix-Special und am Samstag in der Kür.

Du bist immer nur so gut, wie die Konkurrenz es zulässt.Equipe-Chef Klaus Roeser
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