04.03.2018 - 22:20 Uhr
Deutschland & Welt

Eisenbichler springt in Lahti auf Platz zwei Bestes Ergebnis der Karriere

Das erste Skisprung-Wochenende nach Pyeongchang bietet den DSV-Adlern Grund zum Jubeln. Nach dem ersten Teamsieg des Winters springt aber nicht Wellinger oder Freitag, sondern Eisenbichler im Einzel auf das Podest. Gegen einen kommt in der finnischen Kälte keiner an.

Skispringer Markus Eisenbichler jubelt über seinen zweiten Platz in Lahti. Bild: Markku Ulander/dpa
von Agentur DPAProfil

Lahti. Überraschungsmann Markus Eisenbichler stand fassungslos in der Kälte von Lahti und brachte vor Staunen den Mund gar nicht mehr zu. Dass nicht Olympiasieger Andreas Wellinger oder Richard Freitag, sondern er für den ersten Einzel-Podestplatz nach Pyeongchang sorgte, machte den 26 Jahre alten Bayer zunächst sprachlos. "Ich bin einfach überglücklich. Ich will das jetzt einfach genießen", stammelte Eisenbichler. Nicht einmal zwei Wochen, nachdem er bei Olympia zusehen musste, wie seine Kollegen Team-Silber holten, fuhr "Eisei" mit Rang zwei das beste Ergebnis seiner Weltcup-Karriere ein. Nur der überragende Pole Kamil Stoch, der fast 30 Punkte vor der Konkurrenz lag, war am Sonntag nicht zu schlagen.

"Für Markus ist es ein super Erfolg. Er hat keine leichte Saison. Er musste einen Tiefschlag verdauen. Er hat sich hier toll präsentiert", lobte auch Bundestrainer Werner Schuster. Bereits am Samstag war der Siegsdorfer mit tollen Sprüngen ein Garant dafür, dass er im Quartett mit Wellinger, Freitag und Karl Geiger den ersten Teamsieg seit Januar 2017 einfuhr. Am Sonntag mussten sich Wellinger als Achter und Freitag auf Rang 15 mit Zuschauerrollen zufrieden geben. "Markus hat es echt verdient. Es ist unglaublich, es ist cool", bilanzierte der Sachse Freitag bei minus sechs Grad in Lahti. Mit seiner eigenen Leistung war er sichtlich unzufrieden.

Eisenbichler dagegen sprang 124,5 und 129,5 Meter im Einzel, gerade sein zweiter Versuch inklusive eines sauberen Telemarks hievte den Mixed-Weltmeister von 2017 auf die beste Platzierung seiner Karriere. Hinter einem starken Eisenbichler, der hinter Stoch (132 und 134 Meter) und vor dem Österreicher Stefan Kraft landete, fielen die weiteren DSV-Topadler etwas zurück, weshalb Bundestrainer Werner Schuster ein zweigeteiltes Fazit zog.

"Richard ist jeden Sprung zurückgefallen. Man muss mal schauen, wie man sich bei ihm auf die nächsten Sprünge einstellen kann. Andreas war technisch nicht sauber genug", kritisierte der Österreicher.

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