27.02.2018 - 22:36 Uhr
Deutschland & Welt

Eishockey Olympia-Helden zurück im DEL-Alltag

Schon am Mittwoch müssen die meisten Eishockey-Nationalspieler wieder in der Deutschen Eishockey Liga ran. Nur das Top-Trio der DEL kann es sich leisten, Spieler zu schonen. Vor dem Play-off-Start sind Deutschlands neue Lieblinge auch als Attraktion für die Liga wichtig.

Drei Tage nach dem Gewinn der Silbermedaille beginnt für die deutschen Olympia-Helden wieder der Alltag. Ein Großteil der Nationalspieler muss am Mittwoch in der Deutschen Eishockey Liga ran. Bild: Peter Kneffel/dpa
von Agentur DPAProfil

Hannover. Das wird hart. Die meisten Silberhelden aus dem Eishockey-Wunderteam sind zurück in der Realität. Die heißt statt Olympia-Finale in Pyeongchang am Mittwochabend nun Schwenningen oder Iserlohn. Nur zwei Tage nach der gefeierten Rückkehr müssen DEB-Kapitän Marcel Goc und seine fünf Teamkollegen von den Adlern Mannheim im Schwarzwald antreten. "Es ist nun einmal so, dass jetzt auch in der DEL die wichtigsten Spiele anstehen und der Fokus der Spieler jetzt wieder zu 100 Prozent auf der DEL liegen muss", sagte Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp.

Ein Großteil des Teams, das mit Olympia-Silber den größten Erfolg des deutschen Eishockeys erreicht hat, muss in der DEL an den letzten drei Spieltagen bis Sonntag noch um die Play-off-Teilnahme kämpfen. "Für uns ändert sich nichts. Wir hatten vier Alles-oder-nichts-Spiele und haben jetzt in der DEL drei weitere", sagte Adler-Kapitän Marcus Kink am Dienstag und behauptete trotz des kräftezehrenden Rückflugs nach der rauschenden Abschlussparty am Sonntag im Deutschen Haus: "Wir stehen voll im Saft. Körperlich ist das kein Problem. Die Euphorie wird uns durch diese Spiele tragen."

Am Mittwoch im Einsatz

Nationalmannschafts-Kapitän Goc hatte zuvor noch gesagt, sich erst am Mittwoch wieder mit der Rückkehr in den DEL-Alltag zu beschäftigen. Mannheims sechs Silber-Gewinner mussten auch am Dienstag noch nicht mit der Mannschaft trainieren und brauchten noch nicht mit in den Schwarzwald reisen. Stattdessen standen etliche Medientermine an. Am Mittwoch in Schwenningen (19.30 Uhr) sollen sie aber wieder auf dem Eis stehen. Ebenso Christian Ehrhoff, Moritz Müller und Felix Schütz von den Kölner Haien im Sauerland in Iserlohn.

Auch der achtmalige deutsche Meister Köln hat die direkte Play-off-Quali noch nicht sicher und braucht seine Nationalspieler. Im Gegensatz zu den Top-3-Teams EHC Red Bull München, Nürnberg Ice Tigers und Eisbären Berlin, die ihre Silber-Gewinner noch schonen können. Meister München gab seinen sieben Nationalspielern sogar frei bis zum letzten Vorrundenspieltag am Sonntag. "Ich glaube schon, dass die Mannschaften, die den Luxus haben, den Spielern eine Pause geben zu können, einen Vorteil haben", sagte der frühere Bundestrainer und aktuelle Berliner Coach Uwe Krupp.

Unmittelbar vor Beginn der Play-offs in der kommenden Woche sollen Nationalspieler auch als besondere Attraktion ran. "Als erstes hoffe ich, dass die vielen durch Olympia-Silber neugierig gewordenen Menschen in unseren Play-offs mal in den Stadien vorbeischauen. Ich bin sicher, sie werden begeistert sein", sagte DEL-Chef Gernot Tripcke.

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