20.02.2018 - 20:22 Uhr
Deutschland & Welt

Eishockey Revanche gegen Schweden?

Pyeongchang. Deutschlands Eishockey-Aufschwung geht mit dem Viertelfinal-Hattrick bei großen Turnieren weiter. Zum ersten Mal seit 16 Jahren steht die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm durch das 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung gegen die Schweiz bei Olympischen Winterspielen wieder unter den besten Acht. Dort kann das deutsche Team an diesem Mittwoch gegen Weltmeister Schweden (13.10 Uhr MEZ/ZDF und Eurosport) den größten Erfolg seit Olympia-Bronze 1976 perfekt machen.

Yannic Seidenberg (Mitte) schlug in der Verlängerung zu und erzielte den entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg im Entscheidungsspiel gegen die Schweiz. Die deutsche Eishockey-Auswahl trifft im Viertelfinale heute erneut auf Weltmeister Schweden, gegen den man in den Gruppenspielen mit 0:1 unterlegen war. Bild: Frank Franklin/dpa
von Agentur DPAProfil

Nürnbergs Leo Pföderl (2. Minute) und Yannic Seidenberg nach 26 Sekunden in der Verlängerung schossen gegen den Erzrivalen im Alles-oder-nichts-Spiel in Pyeongchang vor zahlreichen aktuellen und ehemaligen deutschen Olympia-Athleten die Tore. Für die Schweiz war Simon Moser (24.) erfolgreich. "Es war glücklich, dass ich ihn reingebracht habe", sagte Seidenberg und fügte mit Blick auf das Duell mit Schweden hinzu: "Das war in der Vorrunde ein super Spiel von uns. Aber dafür können wir uns nichts mehr kaufen. Hoffentlich gehen die Latten- und Pfostenschüsse diesmal rein."

Wie schon bei den WM-Turnieren 2016 und 2017 steht Deutschland damit auch bei Olympia wieder unter den besten acht Nationen der Welt. Zuletzt war das 2002 in Salt Lake City gelungen. Damals hatte Deutschlands NHL-Rekordspieler Sturm noch selbst mit auf dem Eis gestanden. "Das ist für die Mannschaft der Lohn für die harte Arbeit der letzten vier Jahre. Da ist man schon stolz drauf, aber ich hoffe auch, dass es noch nicht zu Ende ist", meinte Christian Ehrhoff.

Den größten Erfolg seit dem sensationellen vierten Platz bei der Heim-WM 2010 schaffte Deutschland diesmal allerdings ohne seine Profis aus Nordamerika. Die weltbeste Liga NHL hatte sich erstmals seit 1994 geweigert, ihre Saison für Olympia zu unterbrechen. Da Weltmeister Schweden dadurch wesentlich mehr Top-Spieler fehlen, rechnet sich das DEB-Team auch am Mittwoch eine Chance auf einen noch wesentlich größeren Coup aus. In der Vorrunde hatte Deutschland als besseres Team beim bitteren 0:1 gegen die Tre Kronors bereits kurz vor der Überraschung gestanden, aber zu viele Chancen ausgelassen.

Hoffentlich gehen die Latten- und Pfostenschüsse diesmal rein.Yannic Seidenberg in Hinblick auf das Viertelfinalspiel gegen Schweden

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