06.09.2014 - 00:00 Uhr
Sport

EM-Qualifikation: Stuttgarter Abwehrspieler eine Option am Sonntag gegen Schottland Rüdiger mit Chance auf die Startelf

Jetzt wird's wieder ernst für die Weltmeister. Der 2:4-Warnschuss gegen Argentinien war sportlich verschmerzbar, im Kampf um die ersten drei Punkte in der EM-Qualifikation wird von den gefeierten WM-Champions gegen die kampfstarken Schotten wieder eine andere Gangart erwartet.

In den paar Minuten, in denen er gegen Argentinien zum Einsatz kam, machte Antonio Rüdiger einen guten Eindruck. Gut möglich, dass der Defensivmann vom VfB Stuttgart gegen Schottland auf der rechten Seite verteidigt. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

"Die WM ist abgehakt, jetzt hat uns der Alltag wieder, der hat uns schon gegen Argentinien eingeholt", verkündete Torwartcoach Andreas Köpke stellvertretend für seinen Chef Joachim Löw am Freitag in Kamen. Auch Marco Reus formulierte die Ansprüche vor den 90 Minuten am Sonntag, 7. September (20.45 Uhr/RTL) , in seinem Dortmunder Heimstadion deutlich: "Ich denke, dass wir eine andere deutsche Mannschaft erleben werden. Wir müssen spielerisch eine Schippe drauflegen."

Arbeit und Demut

Löw setzt klar auf Sieg in Dortmund. "Natürlich heißt das Ziel für uns, diese EM-Qualifikation wieder weltmeisterlich anzugehen und zu bestreiten und uns zu qualifizieren", sagte der 54-Jährige. Dass nach dem Weltmeister-Rausch von Brasilien wieder Arbeit und Demut angesagt sind, verdeutlichte auch die Wahl des neuen Quartiers. Nach vier Nächten in einem Luxushotel in Düsseldorf bezogen die Nationalspieler am Freitag ihre etwas bescheideneren Zimmer in der Sportschule Kaiserau.

Der Ausfall zahlreicher Topkräfte von Kapitän Bastian Schweinsteiger über Mesut Özil bis hin zu Mats Hummels ändert nichts an der Erwartungshaltung. "Wir wissen, auch wenn der eine oder andere fehlen wird, dass wir die Stärke und die Qualität haben, Schottland zu schlagen", betonte auch Löw. Das EM-Finale am 10. Juli 2016 hat der Coach als das "nächste große Ziel" ausgerufen. Gegen die seit sechs Spielen ungeschlagenen Schotten wird Löw eine andere Elf stellen als gegen die Argentinier. Vor allem der Münchner Jérome Boateng soll nach einer leichten Knieentzündung der Abwehr nach vier Gegentoren am Mittwoch wieder mehr Halt verleihen. "Jerome wird zurückkehren. Er ist absolut schmerzfrei", berichtete Köpke. Löw hatte wegen der positiven Entwicklung bei Boateng auch auf die Nachnominierung eines Abwehrspielers verzichtet und nur den Schalker Offensivakteur Sydney Sam nachgeholt.

Beherzter Kurzeinsatz

Eine Chance als rechter Verteidiger anstelle von BVB-Profi Kevin Großkreutz könnte dabei der junge Stuttgarter Antonio Rüdiger erhalten. "Er hat Schnelligkeit, er hat gute Lösungen im Eins gegen Eins und im Defensivverhalten", lobte Löw den 21-Jährigen, der bei seinem beherzten Kurzauftritt gegen Argentinien Pluspunkte gesammelt hatte.

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