21.02.2018 - 16:10 Uhr
Deutschland & Welt

Eric Frenzel vor dem Team-Wettkampf Two and a half gold

Gerne hätte ich Ihnen einen schönen Winterspaziergang empfohlen, ein bisschen Abstand von der sportlichen Bühne in Pyeongchang. Aber Olympia lässt nicht locker. Besser gesagt: Die Winterspiele befinden sich derzeit im Endspurt. Schon am Sonntag ist die Sause wieder Geschichte. Manch einer ist vielleicht ganz froh, wenn der Fernseher am Montagmorgen wieder seichte Soaps statt Sport, Spiele und Spannung ausspuckt.

Eric Frenzel (rechts) schnappt sich beim deutschen Dreifach-Sieg die Bronzemedaille. Bild: Michael Kappeler/dpa
von Florian Bindl Kontakt Profil

Aber noch ist es nicht so weit. Der viertletzte Olympia-Tag, der Donnerstag, hat einige Highlights zu bieten. Am frühen Morgen, ab 2 Uhr, schlängeln sich die Herren um die Slalomstangen. Klarer Favorit: der Österreicher Marcel Hirscher. Zwei Goldmedaillen hat er in Südkorea schon gesammelt, im Riesenslalom und in der alpinen Kombination. Holt er Gold Nummer drei, zöge er mit Landsmann und Ski-Legende Toni Sailer gleich, der gewann einst auch drei Rennen bei Olympia - 1956 war das, in Cortina d'Ampezzo. Es wäre der nächste Meilenstein für Hirscher auf dem Weg zur Wintersport-Legende.

Einen großen Schritt dorthin hat auch Eric Frenzel in Pyeongchang gemacht. Erst schnappte er sich überlegen Gold in der Kombination von der Normalschanze, am Dienstag holte er die Bronzemedaille von der Großschanze. Aber seien wir ehrlich: Dieser dritte Platz hat einen markanten goldenen Schimmer, Frenzel reihte sich hinter seinen Teamkollegen Johannes Rydzek und Fabian Rießle ein, überließ ihnen ob seines Triumphes zuvor die vorderen Ränge. Nach diesem schwarz-rot-goldenen Dreifach-Sieg ist die deutsche Mannschaft im Teamwettkampf am Donnerstagvormittag natürlich Favorit. Two and a half gold sind für Frenzel in Reichweite.

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