20.02.2018 - 16:10 Uhr
Deutschland & Welt

Ester Ledecka bleibt beim Snowboarden Das Beben ebbt ab

Keine Sorge, Ihr sportliches Weltbild wird in der Nacht zum Mittwoch keiner weiteren Belastungsprobe unterzogen. Ski bleibt Ski und Snowboard bleibt Snowboard. Oder eher: Alles wieder beim Alten. Das Beben, das Ester Ledecka mit ihrem famosen Sieg im Super G heraufbeschworen hatte, ist vorerst wieder abgeebbt. Aber der Reihe nach.

Die Tschechin Ester Ledecka ist eigentlich Snowboarderin, fühlt sich aber auch auf Skiern wohl. Bild: Marius Becker/dpa
von Florian Bindl Kontakt Profil

Ester Ledecka aus Tschechien ist Snowboarderin. Sie fährt für gewöhnlich auf einem Brett Abhänge hinunter. Aber Ledecka wäre nicht Ledecka, wenn sie sich damit begnügen würde. Sie ist die erste Athletin in der olympischen Geschichte, die sowohl in einem Snowboard-, als auch einem Ski-Wettbewerb an den Start geht. Und am Samstag hob sie die Wintersport-Welt dann endgültig aus den eingefrorenen Angeln, als sie die Konkurrenz im Super G düpierte und sich mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung zur Olympiasiegerin krönte. Völlig überraschend wäre untertrieben. Es war eine Sensation.

Nun musste die Abfahrts-Elite um Superstar Lindsey Vonn fürchten, dass sich Ledecka auch in dieser Disziplin versucht. Doch der Tschechin kam ihre angestammte Paradedisziplin Snowboard Parallel-Riesenslalom in die Quere, dort ist sie nämlich Gold-Favoritin und muss sich erst einmal für den Finallauf qualifizieren. Lindsey Vonn, die ihrerseits in der Abfahrt am Mittwoch um 3 Uhr morgens beste Chancen auf den Olympiasieg hat, dürfte bei dieser frohen Botschaft ein erleichtertes Schnauben entfahren sein. Noch einmal will sich die US-Amerikanerin sicher nicht von einer vorführen lassen, die - eigentlich - nicht einmal auf zwei Brettern fahren kann.

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