11.04.2018 - 22:52 Uhr
Deutschland & Welt

Europa-League Leipzig bläst zur Attacke

Marseille. Nach der verspäteten Ankunft im verregneten Marseille gab Ralph Hasenhüttl erstmal leichte Entwarnung bei Timo Werner und kündigte den Gastgebern einen Attacke-Auftritt an. "Wir dürfen nicht abwarten, wir müssen versuchen, selbst Tore zu erzielen", sagte der 50 Jahre alte Österreicher am Mittwoch und ergänzte mit Blick auf die beeindruckende Kulisse im stimmungsvollen Stade Vélodrome: "Wir werden hoffentlich dafür sorgen, dass es nicht ganz so laut wird."

Nicht abwarten, sondern selbst Tore erzielen - das ist die Marschroute die RB-Trainer Ralph Hasenhüttl bei der Pressekonferenz in Marseille ausgab. Bild: Jan Woitas/dpa
von Agentur DPAProfil

Mit über einer halben Stunde Verzögerung nahm Hasenhüttl Platz auf dem Podium, mit ihm Marcel Sabitzer, der seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis 2022 noch vor der Abreise verlängert hatte. Die dringendste Frage: Was ist mit Werner? Der Goalgetter und Schütze des so wichtigen Tores zum 1:0-Hinspielsieg in der Red Bull Arena am vergangenen Donnerstag gegen Olympique Marseille absolvierte das Abschlusstraining wegen Oberschenkelproblemen nicht mit der Mannschaft. "Eine Vorsichtsmaßnahme", betonte Hasenhüttl. "Wenn er voll fit ist, wird er auch spielen."

Damit steht 72 Stunden nach der 1:4-Klatsche gegen Bayer 04 Leverkusen einer Wiedergutmachung praktisch nur der Gegner im Weg. "Wir wollen nicht nur als Olympique ins Halbfinale, sondern auch ganz Frankreich repräsentieren. Wir werden eine sehr entschlossene Mannschaft sehen", betonte Hasenhüttls Kollege Rudi Garcia.

Olympique hofft dabei auch auf den AS-Rom-Effekt. Die Roma hatte sich daheim angetrieben von seinen Fans mit 3:0 gegen den FC Barcelona am Dienstag durchgesetzt. "Wir müssen von der ersten Minute an den Fans etwas liefern, damit sie uns puschen", sagte der in Deutschland aufgewachsene Marseille-Stürmer Kostas Mitroglu: "Alle warten auf dieses Spiel, die ganze Stadt und die Spieler." Leipzig ist es recht. "Wir freuen uns, dass das Stadion gut gefüllt ist. Wir haben schon viele tolle Stadien gesehen und in vielen tollen Stadien tolle Spiele gemacht", betonte Hasenhüttl vor der Partie an diesem Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und Sport1).

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