09.04.2010 - 00:00 Uhr
Sport

Ex-Bundesliga-Schiedsrichter aus Weiden verstorben "Vorbildlicher Charakter": Trauer um Adolf Ermer

von Redaktion OnetzProfil

Weiden. (af) Die Schiedsrichtervereinigung Weiden trauert um einen ihrer ganz Großen. Mit Adolf Ermer (70) starb am Mittwoch nach längerer Krankheit ein Mann, der nicht nur auf dem Fußballplatz eine Persönlichkeit darstellte. "Er war ein toller Mensch und ein einwandfreier Schiedsrichter", würdigte Obmann Willi Hirsch den "vorbildlichen Charakter" des ehemaligen Bundesliga-Referees.

Neben dem im Jahr 2002 verstorbenen Erich Reil war Adolf Ermer unbestritten der erfolgreichste Unparteiische aus den Reihen der Weidener "Schiris". Er war von 1981 bis 1986 bei insgesamt 41 Bundesligaspielen im Einsatz, wobei er nur in einer Partie eine Rote Karte zücken musste. Ein Beleg dafür, dass der für den SV Detag Weiden pfeifende Unparteiische immer das richtige Augenmaß bei seinen Entscheidungen bewies.

Der Lohn für seine ausgezeichneten Leistungen folgte auf dem Fuß. So kam er auch zu internationalen Einsätzen, unter anderem als Linienrichter beim Länderspiel zwischen Frankreich und Italien im Prinzenparkstadion von Paris. In seiner fast 25-jährigen Tätigkeit als Schiedsrichter leitete Ermer rund 1700 Spiele. Einen Schlussstrich unter seine mit vielen Höhepunkten gespickten Karriere zog er im April 1989 beim Bayernliga-Schlager zwischen dem FC Augsburg und TSV 1860 München. Bis zuletzt blieb Ermer aber der Schiedsrichterei verbunden und besuchte regelmäßig die Versammlungen der Schiedsrichtervereinigung Weiden.

Das Requiem für den Verstorbenen ist am Montag, 12. April, um 7.30 Uhr in St. Konrad (Weiden) mit anschließender Verabschiedung im Stadtfriedhof.

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